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Istanbuler Attentäter flohen in den Tod

Zwei der Selbstmordattentäter haben den Tod gewählt, weil sie die Polizei auf ihrer Spur wussten. Nach den Anschlägen hatte die Polizei beklagt, dass Einzelheiten auftauchten.

Die Fahrer der mit Sprengstoff präparierten Autos, die am 20. November vor dem britischen Konsulat und der britischen HSBC-Bank in Istanbul explodierten, hätten erfahren, dass sie gesucht wurden, berichtete die türkische Tageszeitung „Milliyet” am Donnerstag. Die Polizei sei im Zuge der Ermittlungen nach den Anschlägen auf zwei Synagogen in Istanbul fünf Tage zuvor auf Feridun Ugurlu und Ilyas Kuncak aufmerksam geworden, die an der Vorbereitung der Synagogen-Anschläge beteiligt waren. Laut „Milliyet” sagte Ugurlu nach den ersten Anschlägen, er wisse, dass die Polizei nach ihm suche und dass er nur vier bis fünf Tage Zeit habe, bis er entdeckt werde. Deshalb wolle er bei der zweiten Anschlagswelle eine „aktive Aufgabe” übernehmen. Ugurlu steuerte den mit Sprengstoff beladenen Lieferwagen in das britische Generalkonsulat; Kuncak starb, als er die Autobombe vor der HSBC-Bank zur Explosion brachte. Bei den insgesamt vier Anschlägen in Istanbul starben 62 Menschen, darunter die vier Selbstmordattentäter. Die Drahtzieher der Terrorakte werden von der türkischen Polizei in Syrien vermutet.

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