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Israels Atomarsenal

In Israel stehen zwei Atomreaktoren, bei Dimona - im Volksmund „die Textilfabrik" genannt - und ein kleinerer „Forschungsreaktor" in Nachal Sorek südlich von Tel Aviv.

Beide Einrichtungen unterstehen der höchsten Geheimhaltungsstufe. In dem von Frankreich in den fünfziger Jahren gelieferten Reaktor bei Dimona wurden nach Angaben des Auslands bis zu dreihundert Atombomben gebaut. Israel verfügt über Trägerraketen und Kampfflugzeuge mit der Fähigkeit, Atombomben ins Ziel zu tragen. Angeblich können von Deutschland gelieferte U-Boote der Dolfin-Klasse mit Atom-Torpedos bestückt werden.

Offiziell hat Israel nie eingestanden, Atommacht zu sein. Als Formel gilt, dass Israel im Nahen Osten das „zweite Land” mit Atombombe sein werde. Es mangelt aber nicht an bewussten oder verplapperten „Bestätigungen” von Politikern. Der ehemalige Verteidigungsminister Moshe Dayan habe vor Zeugen während des Yom-Kippur-Krieges 1973 mit dem Einsatz der „ultimativen Waffe” gegen Ägypten gedroht. Die Amerikaner verstanden den Wink und starteten eiligst eine Luftbrücke mit Nachschub.

Israels Politik, den Besitz der Atombombe weder zu bestätigen noch zu dementieren, diene der Abschreckung, heißt es. Ägypten unter Präsident Anwar Sadat sei so überzeugt worden, Israel nicht mehr zerstören zu können. Das habe den Ausschlag für den Friedensvertrag von Camp David gegeben.

Israel gehört nicht zu den Unterzeichnerstaaten des Atomwaffensperrvertrages. Die Arabische Liga hat Israel aufgefordert, dem Beispiel Libyens zu folgen, dessen politische Führung sich zur Einstellung aller Programme für die Herstellung von Massenvernichtungswaffen verpflichtet hat.

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