Israelische Soldaten erschossen palästinensischen Taxifahrer

Israelische Soldaten haben am Freitag bei einer Razzia im Westjordanland einen unbewaffneten Taxifahrer erschossen. Der 25-Jährige habe zwei bewaffnete militante Palästinenser im Wagen befördert.

Auf sie hätten die Soldaten gezielt. Mindestens neun Extremisten seien bei den Razzien seit Donnerstag verhaftet worden, darunter etliche Mitglieder der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden der Fatah von Präsident Mahmoud Abbas.

Das israelische Militär durchkämmt seit Donnerstag Straßen und Häuser in Nablus im Norden des Westjordanlandes auf der Suche nach Extremisten. Dabei hoben die Soldaten laut Militärangaben auch ein Sprengstofflabor aus und beschlagnahmten Rohrbomben, Granaten und Munition. Die Razzien seien am Freitag ausgeweitet worden, wie das Militär mitteilte.

Vor zwei Tagen waren israelische Truppen in den 2005 geräumten Gaza-Streifen vorgestoßen, der jetzt zur Gänze von der radikal-islamischen Hamas beherrscht wird. Dabei kamen 13 Palästinenser ums Leben, unter ihnen ein zwölfjähriger Bub. Präsident Abbas hat die israelischen Militärangriffe im Gaza-Streifen scharf verurteilt. Bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Ramallah sprach Abbas am Mittwoch von „kriminellen Taten gegen unser Volk in Gaza oder im Westjordanland“.

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