Israelische Armee setzt Offensive fort

Die israelische Armee hat ihre Offensive in Rafah im südlichen Gazastreifen fortgesetzt. Bei der am Freitag begonnenen Militäraktion waren acht Palästinenser getötet worden.

Der Einsatz werde so lange weitergeführt wie nötig, sagte ein Militärvertreter der Nachrichtenagentur AFP in Jerusalem. Nach dem Teilrückzug vom Samstagabend werde eine Verstärkung für die verbliebenen Soldaten geschickt. Der Armee zufolge sollen die Soldaten Tunnel unterhalb der Grenze zu Ägypten aufspüren und zerstören. Die unterirdischen Gänge werden angeblich für den Waffenschmuggel in den Gazastreifen benutzt.

Bei der am Freitag begonnenen Militäraktion waren acht Palästinenser getötet und rund 60 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Gouverneurs von Rafah wurden 44 Häuser zerstört. An dem Einmarsch waren laut palästinensischen Sicherheitsvertretern mehr als hundert Panzer und Panzerfahrzeuge beteiligt. Rund 40 Panzer zogen sich demnach am Samstagabend zurück. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte den Einsatz als unverhältnismäßig verurteilt.

Eine Rakete vom Typ Kassam landete am Sonntag nach israelischen Armeeangaben im Süden Israels. Bei der Explosion in der Nähe der Stadt Sderot sei niemand verletzt worden. In einer bei der Nachrichtenagentur AFP eingegangenen Erklärung bekannten sich die Ezzedin-El-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der radikalen Palästinenserorganisation Hamas, zu der Tat. Damit solle der Einsatz in Rafah gerächt werden, hieß es. Es seien zwei weitere Raketen abgefeuert worden. Die Kassam-Raketen haben eine Reichweite von rund zehn Kilometern.

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