Israel zur Entfernung Arafats entschlossen

Israel ist nach den Worten von Ministerpräsident Sharon nach wie vor entschlossen, Palästinenser-Präsident Yasser Arafat auszuweisen.

Er bekräftigte damit am Montag eine Entscheidung seiner Regierung vor einem Monat. „Dieser Mann ist das größte Hindernis für den Frieden und deswegen ist Israel entschlossen, seine Entfernung aus der politischen Arena voran zu treiben“, sagte Sharon in seiner Rede zum Beginn der Winter-Sitzungsperiode vor der Knesset.

In der vergangenen Woche hatte Sharon in einem Interview den Eindruck hinterlassen, er wolle eine Ausweisung Arafats in nächster Zeit ausschließen – aus Furcht, dies könne nicht ohne eine Tötung des Präsidenten geschehen, und unter dem Druck der USA, die den Kabinettsbeschluss wie zahlreiche andere Staaten verurteilt hatten.

Das israelische Sicherheitskabinett hatte sich im September grundsätzlich für eine Entfernung Arafats ausgesprochen, ohne Zeitpunkt oder Art der Maßnahme festzulegen. Kabinettsmitglieder schlossen eine Tötung des Palästinenser-Präsidenten nicht aus. Israel wirft Arafat vor, Palästinenser-Gruppen zu unterstützen, die Selbstmordanschläge auf Israelis verüben und für die Zerstörung Israels kämpfen.

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