Israel zufrieden mit Bush-Erklärung zu Arafat

Israel hat "mit großer Befriedigung" auf die Erklärung von US-Präsident Bush reagiert, wonach Palästinenserpräsident Arafat einer Lösung des Nahostproblems im Wege stehe.

„Diese Erklärung bestätigt unsere Worte“, teilte der israelische Regierungssprecher Avi Pazner am Freitag mit. Es sei offensichtlich, dass Arafat alles getan habe, um die Friedensbemühungen des vor knapp zwei Wochen zurückgetretenen Regierungschefs Mahmud Abbas zum Scheitern zu bringen.

Verteidigungsminister Shaul Mofaz bezeichnete Arafat als „Terroristenchef“ und „Haupthindernis für den Friedensprozess“. Mit Arafat an der Spitze der Palästinenser werde es keine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts geben, sagte Mofaz in einem Interview mit dem israelischen Rundfunk. Er kündigte zugleich an, dass die israelische Armee die gezielte Tötung von führenden Mitgliedern der radikalislamischen Hamas fortsetzen werde.

Drei Tage nach dem Veto der USA im Sicherheitsrat wollte sich die UNO-Vollversammlung am Freitag mit der gescheiterten Resolution gegen die von Israel angekündigte Ausweisung von Arafat befassen.

Bush hatte am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem jordanischen König Abdullah II. in Camp David dem Palästinenserpräsidenten vorgeworfen, als Führer der Palästinenser versagt zu haben. Er und die „alten Kräfte“ hätten Abbas Bemühungen mit allen Mitteln untergraben. Wenn die Palästinenser Frieden wollten, müssten sie eine Führung wählen, die „zu 100 Prozent den Terrorismus bekämpft“.

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