Israel: Siedler wollen Scharons Tod

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Beth geht davon aus, dass mehr als 150 Bewohner von jüdischen Siedlungen im Westjordanland die Ermordung von Ariel Sharon anstreben.

Den Kern dieser Gruppe bildeten „mehrere Dutzend“ bewaffnete jüdische Extremisten, die auf ein Unterstützerumfeld zählen könnten, sagte der Abgeordnete Ran Cohen am Dienstag im israelischen Rundfunk. Diese Informationen habe Shin-Beth-Chef Avi Dichter bei einer Anhörung im Außen- und Verteidigungsausschuss des Parlaments dargelegt. Dichter müsse die Verdächtigen verhaften lassen, forderte Cohen.

Bereits Anfang des Monats hatte der Minister für Innere Sicherheit, Tzahi Hanegbi, vor einem „großen politischen Attentat“ in Israel durch jüdische Extremisten gewarnt. Hintergrund ist der Plan Sharons, die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen komplett zu räumen. Am 4. November 1995 war der damalige Ministerpräsident Yitzhak Rabin von einem jüdischen Rechtsextremisten erschossen worden.

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