Israel schloss Grenzübergang zum Gaza-Streifen

Jrusalem - Nach einem Granatenangriff militanter Palästinenser hat Israel als Konsequenz den Grenzübergang Kerem Shalom zum Gaza-Streifen am Montag geschlossen.

Damit werde die Lieferung dringend benötigter Hilfsgüter in das Küstengebiet gefährdet, erklärten die Vereinten Nationen. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte wurde der Übergang nach dem Granatenangriff und einer weiteren Explosion, offenbar einer Autobombe, aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Extremistenorganisation Islamischer Jihad bekannte sich auf seiner Website zu den Zwischenfällen.

Seit dem militärischen Sieg der Hamas liefern Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen Lebensmittel und Medikamente in den Gaza-Streifen. Nach israelischen Angaben überqueren täglich rund 80 Lastwagen mit Hilfsgütern die Grenze. Weil der einzige Frachtübergang Karni seit dem Hamas-Sieg geschlossen ist, erlaubt Israel die Nutzung kleinerer Grenzübergänge wie Kerem Shalom.

Die israelische Regierung will mit der Hamas nicht über die Freilassung des seit einem Jahr verschleppten israelischen Korporals Gilad Shalit verhandeln. „Israel spricht nicht mit der Hamas, denn sie ist kein Partner“, sagte Ministerpräsident Ehud Olmert am Montag laut israelischen Medienberichten vor seiner Abreise zum Nahost-Gipfel in dem ägyptischen Badeort Sharm el-Sheikh. Olmert dämpfte zugleich die Erwartungen, es könne bei dem Treffen zu einem Durchbruch bei der Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses kommen. Israel wirft Ägypten vor, für die Aufrüstung der Hamas mitverantwortlich zu sein. Olmert hatte dem ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak vorgehalten, zu wenig gegen den Waffenschmuggel zu unternehmen.

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