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Israel schließt Militäreinsatz gegen Iran nicht aus

Auch nach der Neubewertung des iranischen Atomprogramms durch die US-Geheimdienste zieht Israel offenbar einen Militäreinsatz in Erwägung, um Teheran an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu hindern.

Derzeit müssten alle diplomatischen Möglichkeiten ausgereizt werden, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Matan Vilnai am Freitag im israelischen Militärrundfunk. Es dürfe aber keine Option außer Acht gelassen werden, erklärte der Vizeminister auf die Frage, ob er eine militärische Operation für möglich halte. 1981 hatte Israel mit einem Lufteinsatz den mit französischer Hilfe errichteten irakischen Atomreaktor „Osirak“ zerstört.

Verteidigungsminister und Vizepremier Ehud Barak erklärte, eigene Einschätzungen des israelischen Geheimdienstes legten anders als der US-Bericht nahe, dass Teheran sein Atomwaffenprogramm nicht gestoppt habe. Die Regierung dürfe sich von einem Geheimdienstreport „von der anderen Seite der Erde, selbst wenn er von unserem größten Freund kommt“, nicht beschwichtigen lassen, betonte Barak. Die US-Geheimdienste hatten erklärt, Teheran habe sein Atomwaffenprogramm bereits im Herbst 2003 ausgesetzt.

Außenministerin Tzipi Livni erklärte, es müsse mit aller Macht verhindert werden, dass der Iran in den Besitz der Technologie für Atomwaffen gelange. Nach früheren britischen Medienberichten soll Washington Operationspläne für einen mehrwöchigen Luftkrieg gegen den Iran ausgearbeitet haben. Diese sollen den Einsatz von mit Atomsprengköpfen bestückten Raketen zur Zerstörung unterirdischer Anlagen vorsehen. Zu den Angriffszielen gehöre neben vermuteten Nuklearanlagen – insbesondere in Natanz, Isfahan und Arak – die gesamte militärische Infrastruktur des Landes. Als mögliches Kriegsszenario galt ein Präventivangriff der israelischen Luftwaffe mit dem Argument der Selbstverteidigung gegen die atomare Bedrohung durch den Iran. Die USA würden dann zur Verteidigung Israels in den Krieg eingreifen.

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