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Israel erwägt Einsatz von Bodentruppen

Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz schließt eine Bodenoffensive der Armee gegen militante Palästinensergruppen im Gaza-Streifen nicht mehr aus.

Nach dem Feuerüberfall auf einen israelischen Lastwagenfahrer im Süden des Gaza-Streifens am Sonntag sagte Mofaz vor Journalisten, Israel werde weiterhin seine Operationen gegen die radikalen Gruppen fortsetzen. „Die Armee operiert gegenwärtig vor allem in Nablus, Jenin und Hebron (im Westjordanland), aber wir behalten uns das Recht zu Bodenoperationen auch (im autonomen Teil des) Gazastreifens vor.

Israel werde als Antwort auf die wachsende Zahl von Terrorwarnungen weiter gegen die radikale Hamas-Organisation vorgehen, sagte Mofaz. Die israelische Armee hat bisher eine Bodenoffensive in dem dicht bevölkerten palästinensisch verwalteten Teil des Gaza-Streifens vermieden. Militärexperten glauben, dass ein solcher Angriff auf beiden Seiten, vor allem aber unter der palästinensischen Bevölkerung, zahlreiche Opfer fordern würde.

„Die Option einer Bodenoffensive im Gaza-Streifen haben wir immer“, sagte Mofaz. „Wir werden sie ausüben, wenn wir entscheiden, dass es richtig ist, es zu tun, zu einem angemessenen Zeitpunkt.“ Die israelische Armee setzt die „gezielten Tötungen“ fort. Bei ihren Angriffen verwendet die Armee nach Angaben aus Militärkreisen ferngesteuerte Raketen, die mit Kameras ausgestattet sind. „Wir haben unsere Technik verfeinert und sind zuversichtlich, dass wir diejenigen, die auf unserer Zielliste stehen, mit einem minimalen Risiko für Unschuldige treffen können“, hieß es am Sonntag in Armeekreisen.

Anders als bei dem US-Modell „Hellfire“ – das bei einer vorangegangenen Serie von gezielten Angriffen im Juni benutzt worden sei – könne die israelische Rakete mit verschiedenen Gefechtsköpfen besetzt werden, was das Risiko für Unbeteiligte verringere, hieß es in den Kreisen. Durch die Kamera im Kopf der Rakete könne zudem exakt verfolgt werden, worauf die Waffe zufliege. Das Ziel könne noch Sekunden vor dem Einschlagen korrigiert oder der Abschuss abgebrochen werden. „Die Kamera führt die Rakete notfalls exakt in das Fenster des Autos, das das Ziel ist“, sagte Robert Hewson von dem renommierten Waffenfachblatt „Jane’s“. Die außergerichtlich praktizierten „Liquidierungen“ sind völkerrechts- und menschenrechtswidrig und haben Israel zuletzt im April eine Verurteilung durch die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf eingebracht.

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