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Israel: Einsatz im Gaza-Streifen dauert lange

Die israelische Armee geht davon aus, dass ihr Einsatz im nördlichen Gaza-Streifens noch Wochen dauern kann. Nach einem israelischen Luftangriff mit vier Toten, haben Palästinenser Vergeltung geübt.

„Die Streitkräfte sind einsatzbereit, nicht für Tage, sondern für Wochen“, sagte Generalstabschef Moshe Jaalon. Im „Krieg gegen den Terrorismus“ könne das Problem nicht mit einem Einsatz allein gelöst werden, sondern es bedürfe mehrerer Folgeeinsätze. Die Militäraktion werde so lange dauern wie nötig.

Mit der am Dienstag begonnenen Militäraktion will Israel nach eigenen Angaben Angriffe mit palästinensischen Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet stoppen. Seit dem Beginn des Einsatzes wurden 69 Palästinenser getötet. Betroffen sind die Sektoren Jabalija, Beit Hanun und Beit Lahia.

UN-Generalssekretär Kofi Annan hatte Israel am Sonntag zur Beendigung des Einsatzes aufgefordert, der „zum Tod zahlreicher Palästinenser geführt“ habe, „unter ihnen viele Zivilisten einschließlich Kinder“.

Israelische Armee erschoss Vierjährigen
Israelische Soldaten töteten am Montag im Süden des Gaza-Streifens ein palästinensisches Kind. Der vier Jahre alte Bub sei bei einem Einmarsch der Armee nahe dem Flüchtlingslager Khan Younis ums Leben gekommen, teilten palästinensische Sicherheitskräfte und Mediziner mit. Loaj al Najar sei in dem Haus seiner Eltern von einer Kugel getroffen worden. Im Norden des Gaza-Streifens töteten die Soldaten eine 14 Jahre alte Palästinenserin, wie es aus dem Krankenhaus hieß. Das Mädchen sei im Flüchtlingslager Jabalya tödlich getroffen worden.

Am Montag in der Früh wurden bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gaza-Streifen vier Palästinenser getötet. Unter ihnen befand sich offenbar auch ein Bruder des Sprechers der Hamas, Mushir al Masri. Die vier Männer hätten in der Ortschaft Beit Lahiya eine Bombe legen wollen, teilten die Streitkräfte mit. Palästinensische Zeugen identifizierten die Toten als Mitglieder der Hamas. In Beit Lahiya wurde außerdem eine Zivilperson erschossen. Der Mann sei vor seinem Haus gestanden.

In Jebalya wurde ein palästinensischer Polizist in seiner Freizeit von einem Schuss in den Kopf getötet. Verwandten sagten, ein israelischer Hubschrauber hatte das Feuer eröffnet. Ferner erschoss die Armee in Jebalya einen Bewaffneten, der dabei war, Granaten zu werfen und eine Bombe zu legen. Bei Jalbalya waren rund 200 israelische Panzer stationiert. In der Nacht auf Montag stießen rund ein Dutzend weitere Panzer auf die Ortschaft Beit Hanoun vor. Augenzeugen berichteten von heftigen Schusswechseln zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten.

UN-Generalsekretär Kofi Annan rief Israel und die Palästinenser am Sonntag zu einem Ende der Gewalt auf. Israel solle die Offensive im nördlichen Gaza-Streifen stoppen. Zugleich verlangte er von den Palästinensern, gegen Extremisten vorzugehen, die Raketen auf Ziele in Israel abfeuerten.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hatte am Sonntag erklärt, mit der Offensive wolle er den Raketenangriffen auf israelische Städte an der Grenze zum Gaza-Streifen ein Ende setzen. Die Armee hatte im Verlauf ihrer Operation „Tage der Buße“ eine etwa neun Kilometer breite Pufferzone eingerichtet. Damit sollte der ständige Beschuss der 24.000 Einwohner zählenden Stadt Sderot unterbunden werden.

Sharon steht wegen seines Plans, die Streitkräfte bis September 2005 aus dem Gaza-Streifen abzuziehen und alle jüdischen Siedlungen in dem Gebiet zu räumen, in seiner eigenen Partei Likud unter erheblichem Druck. Am Sonntag unterzeichneten 300 Likud-Mitglieder eine Petition für die vorgezogene Neuwahl eines Parteivorsitzenden.

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