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ISAF-Soldaten kehren aus Afghanistan heim

Nach einem knappen Jahr bei der „International Security Assistance Force“ (ISAF) in Afghanistan zieht Österreich am kommenden Mittwoch den Großteil der Soldaten aus Kabul ab.

Die etwas mehr als 70 Mann werden Mittwoch Abend mit einem Airbus der deutschen Luftwaffe am Flughafen Wien-Schwechat landen. Bundespräsident Thomas Klestil und Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) werden die Heimkehrer im Rahmen eines militärischer Festaktes offiziell begrüßen. In Kabul verbleiben bis auf weiteres nur mehr einige österreichische Stabsoffiziere.

Rund die Hälfte der heimkehrenden Friedenssicherer sind Kärntner, gefolgt von Soldaten aus der Steiermark, Niederösterreich, Wien, Oberösterreich, dem Burgenland und Salzburg. Sie waren seit Mitte Juli in der afghanischen Hauptstadt stationiert, um dort im Rahmen der internationalen Friedenstruppe im neunten Polizeidistrikt Teil Kabuls für Sicherheit und Stabilität zu sorgen. Ein erstes österreichisches Kontingent war bereits von Anfang Februar bis Mitte Juli im Einsatz gewesen.

Neben ihrer militärischen Sicherungsaufgabe realisierten die Österreicher in Kabul vor allem auch eine Reihe von Wiederaufbauprojekten. Die Soldaten organisierten dabei gemeinsam mit ihren deutschen Kameraden nicht nur die Geldmittel aus nationalen Quellen, EU-Mitteln und privaten Spenden, sie erstellten auch Finanzierungspläne, organisierten Ausschreibungen und kontrollierten die Bauabläufe. Auf diese Weise wurden Brunnen geschlagen, Schulen, Kindergärten, Polizeiwachzimmer und eine Ambulanz im Gesamtbauvolumen von weit über 400.000 Dollar (402.941 Euro) neu errichtet oder wieder in Stand gesetzt.

Mit dem Abzug der Österreicher aus Afghanistan werden Ressourcen frei, die das Bundesheer für eine etwaige Beteiligung am ersten EU-geführten Friedenseinsatz in Mazedonien („Amber Fox“) einbringen könnte. Die derzeitige NATO-Mission „Amber Fox“ dient vor allem dem Schutz und der Unterstützung der zivilen OSZE-Beobachter, die den Friedensprozess im Land überwachen.

Das Bundesheer kann insgesamt auf eine lange Tradition bei friedensunterstützenden Einsätzen verweisen. Seit 1960 waren laut einer Aussendung mehr als 47.000 Soldaten auf allen Kontinenten der Welt im Einsatz für den Frieden. Knapp 1.000 österreichische Soldaten stehen derzeit in einem Auslandseinsatz.

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