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ISAF-Österreicher aus Afghanistan zurück

Das österreichische Kontingent der internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) ist Mittwoch Abend mit einer Maschine der deutschen Luftwaffe nach Österreich zurückgekehrt.

Österreich war damit über zehn Monate lang mit insgesamt 163 freiwilligen Soldaten in und um die afghanische Hauptstadt Kabul präsent. Der Einsatz dauerte sechs Monate länger als geplant. Die rund 70 Mann des zweiten Afghanistan-Kontingentes (Austrian Contingent II, AUCON II), die jetzt zurückgekehrt sind, waren seit Mitte Juli im Einsatz.

Bundespräsident Thomas Klestil und Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) begrüßten die Heimkehrer auf dem Flughafen Wien-Schwechat und dankten den Soldaten, die „einen besonders schwierigen Auftrag“ gehabt hätten. „Obwohl unser Kontingent in Afghanistan der Größe – oder auch Kleinheit – unseres Landes entsprach, so haben Sie als österreichische Soldaten dank Ihrer Umsicht und Professionalität viel Lob geerntet“, sagte der Bundespräsident.

Verteidigungsminister Scheibner zeigte sich froh, dass alle ISAF-Soldaten wohlbehalten in die Heimat zurückgekehrt sind und sprach von „einzigartigen Erfahrungen“ für das Bundesheer. „Das österreichische Bundesheer hat gezeigt, dass es nicht nur mitwirken, sondern beispielhaft sein kann“, so Scheibner, der die Mission auch als direkten Beitrag für die „eigene“, österreichische Sicherheit bewertete.

Generalmajor Günther Höfler, der Leiter der österreichischen Auslandseinsätze, begrüßte die Heimkehrer mit „Willkommen zu Hause“ in Paschtu und Dari, den beiden Hauptsprachen Afghanistans. Scheibner zeichnete die Rückkehrer beim Festakt auf dem Wiener Flughafen mit Einsatzmedaillen aus. Einige Stabsoffiziere aus Österreich verbleiben bis auf weiters in Kabul.

Die österreichischen Soldaten waren mit Sicherheitsaufgaben betraut – etwa der Unterstützung der afghanischen Polizei bei der Aufrechterhaltung der Ordnung in der afghanischen Hauptstadt. Insgesamt bestritten die Österreicher, die unter deutschem Kommando standen, 480 Einsätze. Neben Wach- und Militärfunktionen nahmen österreichische Soldaten auch an Wiederaufbauprojekten teil. Im Rahmen der Civil Military Cooperation (CIMIC) wurden mit Hilfe von Geldern aus Österreich und der EU Brunnen geschlagen, Kindergärten und Schulen errichtet, sowie Polizeiwachzimmer und Ambulanzen in Stand gesetzt.

Major Michael Mayerböck, der bei der International Security Assisstance Force (ISAF) als Presseoffizier tätig war, hält den jetzigen Zeitpunkt für den richtigen, um „hinauszugehen“: „Eine ’first in, first out’-Mission kann Österreich verkraften, eine Langzeit-Operation nicht.“ Wichtig für den ISAF-Einsatz hält Mayerböck die Präsenz der USA in den Bergen und Wüsten um Kabul:
„Wenn die Amerikaner nicht in der Umgebung wären, hätten wir nicht in dem Maße arbeiten können, wie wir es tun konnten.“

Zugskommandant Alexander Rasser bewertet die Lage in Kabul als „ziemlich stabil“, auch wenn es zu Angriffen gekommen sei. Gruppen, die der Regierung von Präsident Hamid Karsai feindlich gesinnt seien, hätten das Lager der ISAF mehrmals mit Raketen beschossen, allerdings ohne Erfolg. Auch bei Patrouillen sei es zu Zwischenfällen gekommen.

Scheibner hatte den Einsatz der Österreicher bereits Ende November bei einem Besuch in Kabul als „vollen Erfolg“ bezeichnet. Es sei die erste Mission gewesen, bei der das österreichische Bundesheer von Beginn an in alle Planungen und Vorbereitungen eingebunden war. Das Ende der österreichischen Afghanistan-Präsenz soll Ressourcen frei machen für eine etwaige Beteiligung Österreichs an der ersten von der Europäischen Union geführten Mission in Europa, die unter dem Codenamen „Amber Fox“ in Mazedonien realisiert werden soll. Die derzeitige NATO-Mission „Amber Fox“ besteht aus rund 800 Soldaten.

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