IS verschleppt mehr als 50 Menschen im Nordirak

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben mehr als 50 Iraker in der Provinz Salaheddin entführt. Die Opfer seien rund um die Stadt Tikrit verschleppt worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch von Sicherheitskräften und Augenzeugen. Bereits vor zwei Tagen habe der IS mit den Entführungen begonnen; Hunderte Familien in Salaheddin seien auf der Flucht vor den Jihadisten.


Die Sunnitenmiliz IS beherrscht im Norden und Westen große Teile des Irak, darunter auch die Region um das rund 130 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegene Tikrit. Im Juni 2014 hatten sie mit Mossul die zweitgrößte Stadt im Irak überrannt und sich dann gen Bagdad vorgearbeitet. Irakische Sicherheitskräfte und kurdische Peschmerga-Kämpfer bereiten nun eine Rückeroberung der Gebiete vor. 

Am Mittwoch konnten Peschmerga nach eigenen Angaben eine wichtige Versorgungsroute der Jihadisten zwischen dem Nordirak und Syrien durchschneiden. Auch zwei Grenzposten nordwestlich von Mossul seien zurückerobert worden.

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