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Iron Sky - Wir kommen in Frieden - Trailer und Kritik zum Film

Auf dem Erdtrabanten haben die Nazis ihre Mondfestung in Form einer gigantischen Swastika gebaut, in welcher die kleinen Siegfrieds und Brünnhildes im Sinne der Ideologie erzogen werden - von der blonden Renate (Julia Dietze), die an die vorgebliche Nazibotschaft von Liebe und Einheit glaubt. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Eine Erkundungsmission von der Erde ist für den am Mond käferfahrenden Hitler-Nachfolger Wolfgang Kortzfleisch (Udo Kier) der Startschuss zur Invasion des blauen Planeten – zumal dank des Smartphones des aufgegriffenen Astronauten James Washington (Christopher Kirby) als Zentralrechner das gewaltige Kampfschiff “Götterdämmerung” zum Schweben gebracht wird. Der schwarze US-Astronaut Washington wird unterdes “albinisiert”, also mittels Serum weißgefärbt.

Iron Sky: Nazis leben am Mond

Die amtierende US-Präsidentin (Stephanie Paul), ein Sara-Palin-Verschnitt, muss zugleich um ihre Wiederwahl bangen, weshalb die faschistische Rhetorik des gut aussehenden Nazischergen Klaus Adler (Götz Otto) respektive ein Krieg gerade recht kommen. Und so schickt man das Mars-Erkundungsschiff “George W. Bush” an der Spitze einer internationalen Flotte in den Kampf gegen die Weltraumnazis – einzig Finnland hat seine Satelliten nicht illegal bewaffnet.

Bemerkenswert an “Iron Sky” ist das bis ins Detail durchdachte Produktionsdesign und die ästhetische Qualität seiner Weltraumschlachten zwischen Kampfzeppelinen und Raumschiffen, die sich auch nicht vor aufwendigen Hollywoodproduktionen verstecken müssen. Tannhäuser untermalt das Ganze mit aufgepopptem Wagner in der Version der Metalband Laibach.

Interessant ist “Iron Sky” überdies wegen seiner Genese. So wurde das Budget von 7,5 Mio. Euro zwar mehrheitlich auf traditionellem Wege via Förderungen lukriert. Zehn Prozent der Gesamtsumme wurden allerdings über Crowd-Funding eingenommen. Möglich wurde dies durch die Fangemeinde, die sich um das Erstlingswerk von Regisseur Timo Vuorensola, die Sci-Fi-Satire “Star Wreck”, gruppierte. Abseits der partizipativen Co-Finanzierung des Werks fungierten einige hundert der härtesten Fans auch als Statisten, und die Onlinecommunity wurde sogar in kreative und Plotfragen während der Entstehung eingebunden.

Uraufgeführt bei der heurigen Berlinale in der Sektion Panorama ist “Iron Sky” letztlich Trash im besten filmhistorischen Sinne geworden, kein Klamauk, kein billiger Körperfunktionsslapstick. Der Film steht in der Tradition, die fürs Kino bestens taugliche Nazi-Ästhetik mit Science-Fiction zu verbinden, wie zuletzt etwa von “Captain America” vorexerziert und ironisiert zugleich dieses Ansinnen mit anarchistischem Furor. Ein Film, der niemals sich selbst, aber sein Publikum ernst nimmt.

(APA)
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