Iranischer Innenminister trotz Einreiseverbot in Wien

Mostafa Mohammad Najjar, Irans Innenminister
Mostafa Mohammad Najjar, Irans Innenminister ©:Ronald Zak/AP/dapd
Gegen den iranischen Innenminister Mostafa Mohammad-Najjar besteht ein aufrechtes Einreiseverbot in Österreich. Trotzdem ist dieser am Montag erneut auf Einladung UN-Büros gegen Kriminalität und Drogenhandel (UNODC) bei einer Konferenz in Wien zu Gast.

Das bestätigte ein UNO-Sprecher. Wer auf Einladung der UNO einreist, ist von der Visum-Sperre ausgenommen, da der Sitz der Vereinten Nationen als exterritoriales Gebiet gilt. Mohammed-Najjar war bereits im vergangenen Jahr zu einer Drogen-Konferenz nach Wien gereist.

Mohammed-Najjar war an Gewaltakten beteiligt

 Mohammad-Najjar leitet seit September 2009 das iranische Innenministerium und spielte eine Schlüsselrolle bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste gegen das Regime nach den Parlamentswahlen. Er soll in den 1980er Jahren am Aufbau der Hisbollah im Libanon entscheidend mitgewirkt haben und wird mit der Planung mehrerer 1983 von der Hisbollah durchgeführten Attentate in Verbindung gebracht, darunter dem Anschlag auf den US-Stützpunkt in Beirut, bei dem 241 Soldaten getötet wurden. Erst Ende Jänner hatte die EU ihre Sanktionen gegen den Iran wegen seines umstrittenen Atomprogrammes verschärft und die Liste der mit Einreiseverboten und Kontensperren belegten Personen erweitert.

Außerdem soll der iranische Innenminister Mohammed-Najjar sei als Direktor der iranischen Waffenproduktion unmittelbar für das Nuklear- und Raketenprogramm des Irans verantwortlich sein.

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