Iran: Wiederaufnahme der Urananreicherung

Einen Tag nach der Verabschiedung einer Resolution durch die Internationale Atomenergie-Organisation hat die Regierung die Wiederaufnahme der Urananreicherung angekündigt.

Der Iran sei nicht länger an die im vergangenen Oktober getroffenen Vereinbarungen mit der Europäischen Union gebunden und werde darum die vorübergehende Aussetzung der Urananreicherung beenden, sagte der Chefunterhändler für Atomfragen, Hassan Rouhani, am Samstag auf einer Pressekonferenz in Teheran.

Nach tagelangem diplomatischen Tauziehen hatte der Gouverneursrat der IAEO am Freitag in Wien eine Resolution verabschiedet, in der Iran mangelnde Zusammenarbeit bei der Untersuchung seines Atomprogramms vorgeworfen wird. Teheran habe widersprüchliche und unvollständige Angaben über den Umfang seiner Bemühungen zur Anreicherung von Uran gemacht. Hoch angereichertes Uran ist zum Bau von Atombomben notwendig.

Rouhani, der auch Sekretär des nationalen Sicherheitsrats des Iran ist und als möglicher Nachfolger von Präsident Mohammad Khatami gilt, versicherte, sein Land werde weiter mit der IAEO zusammenarbeiten. Er kritisierte jedoch die „Politisierung” des Verfahrens. Diese ziele darauf ab, dem Iran das Recht auf friedliche Nutzung der Atomenergie zu nehmen. Nach einem Besuch der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im vergangenen Oktober hatte Teheran die Urananreicherung ausgesetzt..

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