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Iran: Uran-Anreicherung nicht bestätigt

Der Chef der Atomenergiebehörde IAEO, Mohamed ElBaradei, kann nicht bestätigen, dass der Iran wie von ihm behauptet, spaltbares Uran-235 auf 3,5 Prozent angereichert hat.

Ein solcher Anreicherungsgrad ist für den Betrieb eines Atomkraftwerks nötig.

„Ich kann das nicht bestätigen. Unsere Inspektoren haben Proben genommen und werden dem IAEO-Gouverneursrat Bericht erstatteten“, erklärte ElBaradei am Donnerstag in Teheran, wo er über das umstrittene iranische Atomprogramm sprechen wollte.

Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hatte am Dienstag erklärt, dass der Iran mit der Uran-Anreicherung begonnen habe und nunmehr im Klub der Länder mit Nukleartechnologie vertreten sei. Der Iran werde die Atomtechnologie auf industriellem Niveau ausbauen.

Die Ankündigung war international scharf kritisiert worden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte Ende März einen Stopp des iranischen Atomprogramms verlangt. Derzeit erstellt ElBaradei dazu einen Bericht, der Ende April vorliegen soll.

Nach Angaben aus Teheran wurde in 164 Gaszentrifugen in Natanz Uran-235 zu 3,5 Prozent angereichert. Für die industrielle Produktion sind jedoch tausende Zentrifugen nötig, in denen das äußerst seltene Uran-Isotop vom schwereren Uran-238 getrennt wird. Natururan besteht zu über 99 Prozent aus Uran-238. Kernenergie lässt sich jedoch nur aus Uran-235 gewinnen.

Für die Herstellung einer Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von 90 Prozent erforderlich, was nur durch einen entsprechenden technischen Aufwand zu erreichen ist.

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