Iran setzt Afghanen in syrischem Bürgerkrieg ein

Der Iran setzt laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) Tausende afghanische Flüchtlinge zum Kampf in Syrien ein. "Der Iran hat afghanischen Flüchtlingen und Migranten nicht nur Anreize für den Kampf in Syrien angeboten, sondern einige erzählten auch, ihnen sei mit Abschiebung zurück nach Afghanistan gedroht worden", erklärte HRW-Nothilfe-Direktor Peter Bouckaert am Freitag.


Bei den Anreizen gehe es um Geld oder ein Bleiberecht im Iran. Der Iran, engster Verbündeter des syrischen Machthabers Bashar al-Assad, schicke Afghanen mindestens seit November 2013 nach Syrien, wo sie unter anderem heilige schiitische Stätten bewachen sollen. Das geht nach HRW-Angaben aus mehr als zwei Dutzend Interviews hervor, die die Organisation Ende 2015 geführt habe.

Im Iran lebten schätzungsweise drei Millionen afghanische Staatsangehörige, die wegen bewaffneter Konflikte aus ihrem Land geflohen sind. Nicht einmal eine Million hält sich legal in dem Land auf.

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