OPEC Wien: Iran glaube nicht an eine Einigung bei Ölproduktion

Der Iran glaube nicht an eine Einigung.
Der Iran glaube nicht an eine Einigung. ©AP
Ölminister Bijan Namdar Zanganeh meinte am Dienstagabend vor einem Treffen der OPEC in Wien, dass er nicht an eine Einigung bei der Ölproduktion glaube. Eine Einstimmigkeit sei aber die Voraussetzung für eine Änderung der Förderpolitik.

Die Erdöl exportierenden Länder (OPEC) und weitere zehn Förderstaaten unter Führung von Russland treffen sich am Freitag und Samstag in Wien. Saudi-Arabien möchte wegen der zuletzt erhöhten Nachfrage die Ölproduktion wieder ausweiten. Auch Russland ist dafür.

Die OPEC hatte im November 2016 zusammen mit den Partnerländern eine Drosselung der Produktion beschlossen, um den damaligen Verfall der Rohölpreise zu stoppen. Seitdem ist der Ölpreis auf über 70 Dollar (60,7 Euro) pro Barrel angestiegen – Anfang 2016 hatte er noch bei unter 30 Dollar gelegen. Das Abkommen gilt noch bis Ende 2018.

Der Iran muss wegen des Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA fürchten, sein Öl bald wieder schwerer verkaufen zu können und sieht im saudi-arabischen Wunsch nach Produktionssteigerung den Plan, diese Ausfälle zu kompensieren.

Schuld am hohen Ölpreis sei allein US-Präsident Donald Trump, sagte Zanganeh am Dienstag beim Eintreffen in Wien. Er sei mit seinen Sanktionen gegen den Iran und Venezuela verantwortlich für die Probleme auf den Märkten.

APA/red

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • OPEC Wien: Iran glaube nicht an eine Einigung bei Ölproduktion
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen