Irakische Kurden wollen eigene Fluggesellschaft

Die irakischen Kurden planen die Gründung einer eigenen Fluggesellschaft. Air Kurdistan soll im März zunächst Frankfurt, Paris und Stockholm anfliegen.

Die im Nordirak herrschenden Kurden-Gruppen PUK und KDP hätten bisher zwei Flugzeuge gekauft und vier weitere angemietet.

Die Türkei wolle der neuen Airline aber keine Überflugsrechte einräumen, berichtete „Vatan“. Dies sei das Ergebnis von Beratungen des Außen- und Verkehrsministeriums sowie des Generalstabs in Ankara. Deshalb müssten die Jets der Air Kurdistan auf dem Weg nach Westeuropa einen Umweg über Syrien und Jordanien fliegen.

Die Türkei – aber auch die Nachbarn mit kurdischen Minderheiten, vor allem Syrien und der Iran, betrachten die Autonomiebestrebungen der nordirakischen Kurden mit Misstrauen, weil sie die Gründung eines Kurden-Staates in dem Gebiet befürchtet. Diese Ansicht wurde auch beim jüngsten Besuch des syrischen Präsidenten Bashar al Assad in Ankara beiderseits bekräftigt.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Irakische Kurden wollen eigene Fluggesellschaft
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.