Irak: USA wollen Truppenstärke erhöhen

Angesichts des anhaltenden Widerstands von Aufständischen plant die US-Armee eine Verstärkung ihrer Truppen. Die Dienstzeit von im Irak stationierten Soldaten soll um zwei Monate verlängert werden.

Dies sagte der stellvertretende Befehlshaber des US-Zentralkommandos. Wenn nötig, könnten vor den Wahlen Ende Jänner auch zusätzliche Soldaten in das Land verlegt werden.

Die Zahl der zusätzlichen Truppen hänge von der Situation nach der US-Großoffensive in Falluja ab. Im vergangenen Monat hatte das US- Verteidigungsministerium bereits bekannt gegeben, die Rückkehr von 3500 Soldaten in die USA zu verschieben.

Die vor rund zwei Wochen begonnene US-Offensive gegen die Stadt führte zu einer Welle von Gewalt von Rebellen unter anderem in den Sunnitengebieten westlich von Bagdad sowie in der Hauptstadt Bagdad. Dort lieferten sich erst Samstag Früh Aufständische heftige Gefechte mit irakischen Nationalgardisten und der US-Armee.

Am Freitag hatten nach Angaben des Fernsehsenders Al-Arabiya rund 200 irakische Soldaten die Abu Hanifa-Moschee in Bagdad gestürmt, eine Pilgerstätte der Sunniten. Dabei sollen drei Menschen getötet und 40 weitere festgenommen worden sein. Augenzeugen sprechen von Verwüstungen im Innern der Moschee. In der Moschee hatten Prediger wiederholt gegen die US-Truppen und die irakische Übergangsregierung polemisiert.

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