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Irak: US-Hubschrauber abgestürzt

Nördlich von Bagdad ist nach Angaben irakischer Augenzeugen ein amerikanischer Militärhubschrauber abgestürzt. Der US-Geheimdienst warnt vor Lage im Irak.

Das US-Militärkommando in Bagdad wollte den Absturz am Freitag zunächst weder bestätigen noch dementieren. Ein Sprecher erklärte: „Wir gehen den Berichten über diesen Zwischenfall nach.“ Augenzeugen berichteten, der Helikopter sei in der Region Al-Nabai abgestürzt.

Unterdessen hat sich nach dem Doppelanschlag in der irakischen Stadt Hilla die Zahl der Getöteten auf 73 erhöht. Weitere 163 Menschen seien verletzt worden, 25 von ihnen schwer, sagte der Leiter des städtischen Krankenhauses am Freitag. Vor dem Eingang der Klinik warteten dutzende Angehörige auf Nachricht. Am Donnerstagabend hatten sich auf einem Markt im Zentrum der Stadt zwei Selbstmordattentäter im Abstand weniger Sekunden in die Luft gesprengt. Hilla liegt rund 120 Kilometer südlich von Bagdad.

US-Geheimdienste stufen die Lage im Irak einem Bericht zufolge als riskant ein. Dabei gehe die größte Gefährdung für die US-Ziele nicht von der radikal-islamischen Al Kaida, sondern von der Gewalt zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen des Landes aus, berichtete die „Washington Post“ am Freitag unter Berufung auf einen seit langem erwarteten US-Geheimdienstbericht. Auch der Iran wird der „Washington Post“ zufolge in dem Bericht erwähnt, steht aber nicht im Fokus. Die USA werfen der Islamischen Republik vor, den Konflikt im Irak anzuheizen. Der neue Bericht soll am Freitag dem Kongress vorgelegt werden. Eine nicht geheime Version soll zudem veröffentlicht werden.

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