Irak: US-Hubschrauber abgeschossen

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Westlich von Bagdad ist am Sonntag ein US-Militärhubschrauber nach feindlichen Beschuss abgestürzt - Apaches meist mit zwei Insassen - Schicksal der Crew noch unklar - irakische Einheiten meutern.

Westlich von Bagdad ist am Sonntag ein US-Militärhubschrauber nach Schüssen abgestürzt. Das teilte die US-geführte Besatzungsmacht in der irakischen Hauptstadt mit.

Wie ein Sprecher der US-geführten Truppen mitteilte, handelte es sich um einen Helikopter vom Typ Apache AH-64, die meist mit zwei Soldaten besetzt sind. Der Absturz habe sich um 11.05 Uhr Ortszeit (09.05 Uhr MESZ) nach „feindlichem Beschuss vom Boden“ ereignet. Über das Schicksal der Crew war zunächst nichts bekannt.

Irakisches Bataillon verweigerte Kampf in Falluja

Ein 620 Mann starkes Bataillon der neu geschaffenen irakischen Armee hat einen Einsatz in der umkämpften Widerstandshochburg Falluja verweigert. Angehörige des 2. Bataillons der irakischen Armee hätten dies damit begründet, dass sie nicht zum Militär gegangen seien, „um gegen Iraker zu kämpfen“, sagte der in Bagdad stationierte US-Generalmajor Paul Eaton der US-Tageszeitung „Washington Post“ (Sonntagausgabe). Der irakische Konvoi habe deshalb am vergangenen Montag auf dem Weg nach Falluja kehrtgemacht und sei zum Stützpunkt der Einheit in Taji, nördlich von Bagdad, zurückgekehrt.

Die irakischen Soldaten hätten in Falluja Marineinfanteristen der US-Armee unterstützen sollen, die sich seit dem vergangenen Wochenende heftige Kämpfe mit Besatzungsgegnern liefern. Eaton wollte den Vorfall nicht als Meuterei bezeichnen, sondern sprach von einem „nicht befolgten Befehl“. Ranghohe US-Offiziere sagten der Zeitung, die von den USA geplante Übergabe des Kommandos über die Sicherheitskräfte an den Irak sei dadurch unsicher geworden.

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