Irak: Übergangsregierung droht Iran

Die irakische Übergangsregierung hat Nachbarländern, die Aufständische unterstützten, mit Konsequenzen gedroht.

Verteidigungsminister Scheich Hazim al Shaalan warf am Dienstag insbesondere dem Iran „eklatante Einmischungen“ vor. „Wir sind darauf vorbereitet, den Schauplatz der Angriffe auf die Ehre und die Rechte des Irak in diese Länder zu verlagern“, warnte Shaalan in einem Interview mit der in London herausgegebenen arabischen Zeitung „Asharq al Awsat“. „Wir haben mit ihnen (den Führern in Teheran) gesprochen und sie mit Tatsachen und Beweisen konfrontiert, aber niemand hat etwas unternommen, um die Unterstützung des Terrorismus im Irak zu beenden.“

Der Iran habe die Anwesenheit von Agenten im Irak bestätigt, sagte der Verteidigungsminister. Diese hätten den Auftrag, die soziale und politische Lage im Irak zu destabilisieren. „Die iranische Einmischung ist gewaltig und seit der Wiedererrichtung des irakischen Staates beispiellos“, sagte Shaalan. Ministerpräsident Iyad Allawi hat mittlerweile die Zusage des Nachbarlandes Jordanien erhalten, im Kampf gegen Aufständische mitzuhelfen. Zuvor hatte Syrien in Aussicht gestellt, die durch die Wüste verlaufende Grenze zum Irak besser zu bewachen und damit ausländische Kämpfer vom Eindringen in das Land abzuhalten.

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