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Irak: Offensive auf Falluja steht kurz bevor

In der irakischen Rebellenhochburg Falluja steht nach Angaben der US-Armee eine Militäroffensive unmittelbar bevor. Der stellvertretende irakische Außenminister warnt vor dem Angriff.

„Wir sind mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Es geht bald los. Wir warten nur noch auf den Befehl von Ministerpräsident Iyad Allawi“, sagte Oberst Michael Shupp am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Allawi hielt sich in Brüssel auf, wurde jedoch noch im Laufe des Tages im Irak zurück erwartet. Mitglieder seiner Regierung warnten, eine Offensive könnte weiteren Zivilisten das Leben kosten und der Übergangsregierung einen politischen Rückschlag bescheren.

Anrainern zufolge war Falluja am Freitag komplett abgeriegelt. US-Truppen hätten alle Straßen in und aus der Stadt gesperrt. In der Nacht flog die Luftwaffe eigenen Angaben zufolge fünf Angriffswellen. Krankenhausangestellte berichteten, es seien mindestens drei Menschen getötet und vier verletzt worden. Das US-Militär erklärte, es habe einen Kommando-Posten, ein geheimes Waffenlager sowie Rebellenstützpunkte beschossen. Während der Angriffe in Falluja liefen über die Lautsprecher der Moscheen Koranverse und die Rufe „Allahu akbar“, wie Augenzeugen berichteten.

Der stellvertretende irakische Außenminister, Hamid al-Bayati, warnte vor negativen Folgen solcher Militäreinsätze: „Es ist ein Fehler, Gewalt zu benutzen, die eine Vielzahl von Zivilisten tötet. Die Logik der Besatzung muss enden“, sagte er. Die Offensive auf Falluja und der Tod weiterer Zivilisten könnten dazu führen, dass die sunnitischen Iraker die geplanten Wahlen boykottierten und deren Legitimität in Frage stellten, so der Politiker, der selbst Schiit ist.

Falluja gilt als Hochburg sunnitischer Rebellen im Irak. Dem US-Militär zufolge soll sich auch der mutmaßliche Al-Kaida-Verbündete Abu Musab al-Zarqawi in der Stadt aufhalten. Die Regierung und das US-Militär hatten wiederholt angekündigt, die Rebellengebiete im Irak noch vor den für Ende Jänner geplanten Wahlen zurück erobern zu wollen.

Vier Luftangriffe

Die US-Luftwaffe hat in den vergangenen 24 Stunden fünf Angriffe auf die irakische Widerstandshochburg Falluja geflogen. Nach einer Erklärung der Armee vom Freitag, war Falluja allein am Donnerstag viermal Ziel von Luftangriffen.

Dabei seien unter anderem zwei befestigte Rebellenverstecke im Südosten der Stadt sowie ein Lager mit Sprengsätzen zerstört worden, teilte die Armee mit. Bei einem weiteren Angriff am Freitag sei ein Waffenversteck zerstört worden. Angaben über mögliche Opfer wurden nicht gemacht.

In der Provinz Al-Anbar westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad wurden am Donnerstag bei Kämpfen zwei US-Marineinfanteristen getötet. Vier weitere US-Soldaten seien verwundet worden, sagte ein US-Militärsprecher in der Nacht zum Freitag. In der Provinz liegen die sunnitischen Rebellenhochburgen Falluja und Ramadi.

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