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Irak: Mind. 17 Tote bei Autobombenanschlag

Ein Autobombenanschlag auf die Polizeiakademie in der nordirakischen Stadt Kirkuk hat am Samstag 20 Menschen in den Tod gerissen. 36 weitere wurden verletzt, wie Polizeichef Sarhat Kadir mitteilte.

Nach Angaben eines Sprechers der irakischen Nationalgarde zündete ein Selbstmordattentäter die Autobombe zum Unterrichtsende, als hunderte von Polizeischülern und Zivilisten das Gebäude verließen. Vor der Akademie waren sieben brennende Autos und zahlreiche Krankenwagen zu sehen.

Gefechte zwischen Soldaten und Aufständischen im Nordirak kosteten unterdessen mindestens acht Menschen das Leben. Etwa 50 weitere wurden nach Krankenhausangaben bei den Kämpfen in Tal Afar verletzt, in deren Verlauf eine Mörsergranate auf einem Basar explodierte.

Amerikanische und irakische Truppen begannen Samstag Früh mit einer Aktion zur Zerschlagung einer mutmaßlichen Extremistenzelle in Tal Afar in der Nähe der syrischen Grenze. Die USA vermuten, dass die Stadt als Stützpunkt für den Schmuggel von Waffen und Kämpfern aus Syrien in den Irak genutzt wird. Die US-Truppen bestätigten zunächst lediglich, dass zwei Aufständische getötet worden seien.

Die französische Regierung rechnet weiterhin mit einer baldigen Freilassung der beiden im Irak entführten Journalisten. Innenminister Dominique de Villepin bekräftigte am Samstag, alle Hinweise deuteten darauf hin, dass Christian Chesnot und Georges Malbrunot bald freikämen. Verzögerungen seien möglicherweise auf die schwierige Sicherheitslage vor Ort zurückzuführen. Bereits am Donnerstagabend hatte die Zeitung „Le Figaro“ gemeldet, ihr entführter Mitarbeiter und dessen Kollege befänden sich nicht mehr in den Händen der Geiselnehmer. Diese hätten die beiden Journalisten an eine sunnitische Oppositionsgruppe übergeben.

In der Innenstadt von Bagdad schlugen am Samstag mehrere Mörsergranaten ein. Wie eine Sprecherin der Koalitionsstreitkräfte mitteilte, landeten die Geschosse in der Nähe der so genannten Grünen Zone, wo sich irakische Regierungseinrichtungen und die US-Botschaft befinden.

Im Südirak wurde wieder ein Anschlag auf eine Ölpipeline verübt. Saboteure sprengten am Samstagmorgen die Leitung bei Hartha, rund 30 Kilometer nördlich von Basra, wie die Polizei mitteilte. Die Detonation löste einen Brand aus. Ein Sprecher der staatlichen Ölgesellschaft South Oil sagte, die Pipeline, die die Ölfelder von Nahran Omar mit Tanks auf der Halbinsel Fau verbindet, sei vorübergehend stillgelegt worden.

In der nordirakischen Stadt Mosul wurden in der Nacht zum Samstag acht irakische Zivilisten beim Einschlag einer Rakete auf einer Straße verletzt. Die US-Streitkräfte machten Aufständische für den Angriff verantwortlich. Bei drei verschiedenen Angriffen auf die unter polnischem Kommando stehenden Koalitionstruppen wurde nach Angaben eines polnischen Armeesprechers niemand verletzt.

Nach dem Tod eines irakischen Gefangenen in amerikanischer Haft verurteilte ein Militärgericht einen US-Soldaten zu 60 Tagen Zwangsarbeit und stufte ihn im Rang zurück. Die Verkündung des Strafmaßes am Freitag folgte dem Schuldspruch wegen Pflichtversäumnis und Misshandlung vom Donnerstag. Der Gefangene war im Juni 2003 in Camp Whitehorse nahe Nassiriya ums Leben gekommen.

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