Irak: Kämpfe fast im ganzen Land

Knapp ein Jahr nach dem Einmarsch der US-Truppen in Bagdad weitet sich der erbitterte Widerstand gegen die Besatzungstruppen im Irak wie ein Flächenbrand aus.

Die Kämpfe erfassen nun fast das gesamte Land. Von Kirkuk im Norden bis weit in den Süden kämpften Aufständische am Mittwoch gegen ausländische Soldaten. Bei einer massiven Offensive der US-Armee im sunnitischen Westirak sind am Mittwoch mehr als 100 Menschen getötet worden. Allein in der Widerstandshochburg Falluja, wo die Amerikaner unter anderem das Gelände einer Moschee bombardierten, zählten Krankenhausärzte rund 70 Tote und etwa 200 Verlezte. Das US-Kommando kündigte zugleich an, es wolle die „Mahdi-Armee” des radikalen Schiitenführers Muktada al Sadr, die ein Viertel in Bagdad und mehrere schiitische Ortschaften kontrolliert, zerschlagen.

Die Kämpfe breiteten sich am Mittwoch in mehrere Richtungen aus. Schiitische Milizionäre übernahmen die Kontrolle über einige Ortschaften im Süden des Landes. US-Präsidentensprecher Scott McClellan sagte zu den zunehmenden Verlusten, Präsident George W. Bush trauere „um jeden Gefallenen”. Die US-Regierung bekräftigte erneut ihre Absicht, am 1. Juli die Souveränität an die Iraker zurück zu geben.

Die bulgarischen Truppen sollen nach Regierungsangaben trotz des Aufstands im Irak bleiben. Auch das Verteidigungsministerium in Rom wies Forderung nach einem Rückzug der italienischen Soldaten zurück. Japan rief die UN zu einer Intervention auf. Japan rief die UN zu einer Intervention auf.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Irak: Kämpfe fast im ganzen Land
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen