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Irak: 40 Tote bei Bombenanschlag

Bei der Explosion einer Autobombe sind am Samstag in der irakischen Stadt Kerbala rund 40 Menschen getötet worden. Fast 50 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Bei zwei schweren Bombenanschlägen im Irak sind am Samstag laut Polizeiangaben Dutzende Menschen getötet worden. Allein in der Pilgerstadt Kerbala (Kerbela) 100 Kilometer südlich von Bagdad starben demnach rund 40 Menschen bei einer Explosion. In Bagdad wurde am Samstag wieder eine Brücke Ziel eines Selbstmordanschlags: Dabei wurden mindestens zehn Menschen getötet und weitere 15 verletzt, wie ebenfalls die Polizei meldete.

Der Sprengsatz in Kerbala explodierte bei einer Bushaltestelle in einem belebten Viertel nur rund 200 Meter von der Grabmoschee des Imam Hussein, eines im Jahr 680 in einer Schlacht gefallenen Enkels des Propheten Mohammed, entfernt. Der imposante Bau mit seiner goldenen Kuppel ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte für schiitische Muslime aus aller Welt.

Mehr als 70 Menschen seien verletzt worden, meldete das Al-Hussein-Krankenhaus, das die Zahl der Toten mit 56 angab. Unter den Opfern des Anschlags auf die Busstation seien auch zahlreiche Frauen und Kinder, hieß es. Auf Fernsehbildern war ein Kind zu sehen, das reglos auf einer Trage lag. 15 Krankenwagen fuhren zum Ort des Anschlags, die Polizei feuerte in die Luft, um den Rettungsfahrzeugen einen Weg zu bahnen.

Kerbala war seit dem Einmarsch der US-Truppen vor vier Jahren wiederholt Schauplatz verheerender Anschläge. So wurden im März 2004 bei einer Serie von Attentaten mehr als 100 Menschen getötet. Auch heuer waren wieder viele schiitische Pilger Ziel von Angriffen. Bereits auf dem Weg nach Kerbala waren wurden im vergangenen Monat hunderte Menschen getötet.

Bei dem zweiten Bombenanschlag am Samstag im Süden von Bagdad starben nach offiziellen Angaben zehn Menschen und 15 weitere wurden verletzt, als ein Selbstmordattentäter seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen bei einer Brücke über den Tigris zündete. Augenzeugen erklärten, sie hätten in mehreren ausgebrannten Wagen Leichen gesehen und sprachen von bis zu 35 Toten. Etwa 50 weitere seien verletzt worden. Die Al-Jadriyah-Brücke wurde nach Angaben eines BBC-Korrespondenten in Bagdad nur leicht beschädigt.

Es ist bereits der zweite Anschlag auf eine Brücke in Bagdad innerhalb einer Woche. Die Al-Sarafiyah-Brücke im Norden von Bagdad war am Donnerstag nach der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens eingestürzt. Mindestens zehn Menschen starben dabei.

Bei zwei Angriffen südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad wurden drei US-Soldaten und zwei irakische Dolmetscher getötet, wie die Streitkräfte am Freitag mitteilten. Weitere acht Soldaten erlitten Verletzungen. Allein ein Überfall auf einen US-Stützpunkt kostete am Donnerstag zwei Soldaten und die beiden Dolmetscher das Leben, zudem riss am Freitag die Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe einen Soldaten in den Tod.

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