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Invasion - Trailer und Kritik zum Film

Josef (Burghart Klaußner) hat gerade seine Frau verloren. Der Schmerz sitzt tief, die Angst vor der Einsamkeit in der großen Villa auch. Als da entfernte Verwandte seiner Frau auftauchen, kommt ihm das eigentlich ganz recht: Nina (Heike Trinker) und ihr Sohn Simon (David Imper) bringen wieder ein bisschen Leben ins Haus - und haben offensichtlich auch nicht vor, so bald wieder zu gehen. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Ganz im Gegenteil. Mit beklemmender Behutsamkeit entwickelt der georgischstämmige Regisseur Dito Tsintsadze ein ambivalentes bis schwarzhumoriges Bedrohungsszenario im eigenen Heim. Ab Freitag läuft “Invasion” im Kino.

Nina und Simon haben nicht nur keine Abreisepläne, sie bringen für ihre “freundliche Übernahme” vielmehr nach und nach weitere Invasoren mit: Zuerst kommt Simons merkwürdige Frau Milena (Anna F.) dazu, dann deren kleiner Sohn, schließlich auch Ninas Freund Konstantin (Merab Ninidze), der wiederum als zwielichtiger Menschenrechtsanwalt vorübergehend Flüchtlinge in der Villa einquartiert. Nicht, dass das Haus dafür nicht groß genug wäre – doch allmählich kommen Josef dann doch Zweifel, ob es seine neuen Mitbewohner alle so gut mit ihm und miteinander meinen, wie es anfangs den Anschein hat.

“Invasion” – Schön konstruierter Psychothriller mit Burghart Klaußner

Regisseur und Autor Tsintsadze hat ganz offensichtlich Spaß daran, das Psychodrama stets an der Kippe zu halten zwischen bedrohlichem Genrezitat und psychologischem Drama. Er würzt die gesamte Konstruktion, die zwar stets einen absurden Charakter hat, aber durch den gemächlich-nervenzehrenden Aufbau nicht völlig an den Haaren herbeigezogen wirkt, mit einer Prise Erotik und Eifersucht und treibt das Grauen nach und nach, stets mit schwarzem Humor unterfüttert, auf die Spitze. Dass man beständig ahnt, was kommen wird, lässt das Ganze zum subtil-skurrilen Spiel mit den Zuschauererwartungen werden.

Wie es enden kann, wenn das Eigenheim und damit der intimste Rückzugsort von außen geentert wird, haben wir nicht zuletzt bei Michael Hanekes “Funny Games” gesehen. Und obwohl es auch in “Invasion” schlussendlich blutig wird, so kommt Tsintsadzes Film an dessen Kompromisslosigkeit nicht heran. Burghart Klaußners Unentschlossenheit im Umgang mit der Distanzlosigkeit seiner Umgebung ist zwar wunderbar gespielt (während andere Figuren schon sehr holzschnittmäßig sind), doch die eigene Konstruiertheit wird dem Film am Ende dennoch ein wenig zum Verhängnis. Nichtsdestotrotz: Immer Vorsicht vor den Verwandten!

(APA)

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