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Interview mit Hugo Furtado, Gründer und CEO von Dreamwaves

©Dreamwaves
Wir haben ein intuitives Navigationssystem für Fußgänger entwickelt, das mit Hilfe von Audio-Augmented Reality die Menschen einfach überall hinführt. Mit unserem System ist es nicht notwendig, auf einen Bildschirm zu schauen oder Abbiegeanweisungen zu interpretieren. Folge einfach den Geräuschen, die du hörst.

Wann wurdet Ihr gegründet? Welche waren die größten Herausforderungen damals und welche sind es heute?

Das Unternehmen wurde im Februar 2019 gegründet. Die größten Herausforderungen vor der Gründung bestanden darin, einen aussagekräftigen Business Case um eine Idee herum zu entwerfen, die großartig erschien. Es wird viel mehr gebraucht als nur die großartige Idee, und wir haben hart daran gearbeitet, sie aufzubauen. Die Herausforderungen bestehen jetzt darin, die perfekte Übereinstimmung zwischen den technischen Anforderungen und den Funktions- und Kundenbedürfnissen zu finden.

Wie wurde die Idee geboren?

Seit 2006 arbeite ich mit (visueller) Augmented Reality. Als ich damit begann, habe ich mich in das Konzept verliebt. Meine Leidenschaft gilt auch der Musik, dem Audio- und Sounddesign. Ich dachte darüber nach, diese beiden Bereiche miteinander zu verbinden und an Audio-Augmented Reality zu arbeiten. Als ich darüber nachdachte, dachte ich, dass es eine wirklich coole Idee wäre, 3D-Sound zu verwenden, um Menschen auf diese Weise zu leiten.

Wer steht hinter dem Start-Up?

Ich (Hugo) hatte die ursprüngliche Idee, kodierte den ersten Prototyp und gab die ersten Anstöße zur Gründung eines Unternehmens. Danach hatten alle, die seit der Gründung hinzukamen, einen großen Einfluss. In Wirklichkeit steht also das gesamte Team, ob Gründer oder nicht, hinter dem Startup.

Wer sind Eure Kunden?

Wir werden unterschiedliche Kundensegmente ansprechen. Wir beginnen mit Blinden und Sehbehinderten, da sie den größten Bedarf haben. Dann werden wir versuchen, ältere Menschen zu erreichen. Wir arbeiten mit dieser Gruppe bereits in einem Forschungsprojekt zusammen, in dem wir versuchen zu verstehen, ob sie mit 3D-Audio Richtungen verstehen können und welche Anforderungen sie an die Navigation stellen. Schließlich wollen wir uns an die Stadtradler und eScooter-Fahrer wenden. Diese letztere Gruppe würde von einer Lösung zur einfachen Navigation ohne Blick auf den Bildschirm sehr profitieren.

Wie sieht Euer business model aus?

Wir sind ein Business to Consumer-Unternehmen. Wir beginnen mit einem Freemium-Modell mit wiederkehrenden Einnahmen (monatliches Abonnement zur Nutzung des Dienstes mit einer kostenlosen Testschicht).

Wie seid Ihr gewachsen? / Wie hat sich Euer Start-Up entwickelt?

Wir begannen mit der Teilnahme am INiTS-Inkubator im März 2018. Damals gab es nur einen Prototyp und eine Vision. Von da an arbeiteten wir viel sowohl an der Skalierbarkeit unserer Technologie als auch an unserem Business Case. Dann erhielten wir einen Zuschuss aus dem aws preSeed-Programm, der es uns ermöglichte, ein Team zu bilden und mit der Umsetzung unserer Vision zu beginnen. Später erhielten wir auch einen Zuschuss aus dem FFG-Begünstigungsprogramm, um zu untersuchen, ob wir auch ältere Menschen unterstützen können. Kürzlich waren wir auch Teil des HiReach Startup-Labors, wo wir unsere Lösung zur Bekämpfung der Verkehrsarmut in Europa in der Zukunft anpassen wollten. All diese Schritte ermöglichten es uns, unser Team zu vergrößern und unsere Lösung zu entwickeln und zu testen. Heute befinden wir uns in der Beta-Phase der TestFlight-Plattform von Apple.

An was arbeitet Ihr gerade?

Im Moment konzentrieren wir uns intensiv auf die Mittelbeschaffung, um den nächsten Schritt in Richtung unserer Vision zu tun. Nachdem wir mit einer Reihe von Benutzertests, bei denen wir Blinde auf der Straße mit unserer App begleitet haben, bestätigt haben, dass diese Navigationslösung ein großer Vorteil ist, wollen wir den nächsten Schritt tun: die Genauigkeit der Lokalisierung und die Funktionen der App erhöhen, um das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Das wird es uns ermöglichen, unsere Benutzerbasis zu erweitern.

Wie sieht eure Zukunft aus? Welche Ziele werden verfolgt?

In den nächsten fünf Jahren wollen wir unseren Nutzerkreis erweitern, zunächst um den österreichischen Markt und später auch international. Wir wollen auch auf die Android-Plattform expandieren und uns mit dem Anwendungsfall Fahrrad und eScooter befassen. Wir wollen uns als ein bedeutender Akteur im Bereich der Fußgänger- und Fahrradnavigationslösungen positionieren.

Was sollte man über das Unternehmertum in Österreich wissen?

Ich denke, dass es in Österreich ein ausgezeichnetes Ökosystem gibt, um Unternehmer zu werden. Auf der einen Seite gibt es eine ausgezeichnete finanzielle Unterstützung durch die staatlichen Stellen. Auf der anderen Seite gibt es bereits viele Menschen im Ökosystem, die Erfahrung und Motivation haben, Menschen zu unterstützen, die am Anfang stehen.

Gibt es Tipps, die Du/Ihr jemandem geben würde(s)t, der überlegt ein Unternehmen zu gründen?

Ich würde sagen, mache dich auf viel harte Arbeit gefasst, denn es braucht viel Willenskraft, um weiterzumachen und immer voranzukommen. Aber die Belohnung ist dafür oft auch unglaublich! Wenn du also diesen Drang in dir verspürst, versuche es!

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