Internetpetition für Wiener Kammeroper

Die Wiener Kammeroper steht vor den Scherben ihrer Existenz.
Die Wiener Kammeroper steht vor den Scherben ihrer Existenz. ©Wiener Kammeroper
Nach Subventionskürzungen sieht sich die Wiener Kammeroper in ihrer Existenz bedroht. Nun haben die Direktoren eine Internetpetition ins Leben gerufen und werben um Unterstützung.
Kammeroper wird Geldhahn zugedreht
Neue Ideen für Kammeroper

Die Wiener Kammeroper sieht sich angesichts der Subventionskürzungen des Kulturministeriums in ihrer Existenz bedroht. Nun werben die beiden Direktoren Isabella Gabor und Holger Bleck mit einer Internetpetition um Unterstützung. Ein Großteil der Mitarbeiter sei bereits gekündigt und man habe der Stadt Wien ein neues künstlerisches und wirtschaftliches Konzept vorgelegt. Die seit Februar laufenden Gespräche mit der Stadt müssten nun “schnellstens zu Ergebnissen führen, da die Wiener Kammeroper ansonsten zahlungsunfähig wird”, heißt es im Petitionstext. Auch dürfe sich das Ministerium nicht seiner Verantwortung entziehen. Bis zum Mittwochmittag hatten 241 Personen ihre Unterschrift unter die Petition gesetzt.

Neue Konzepte für Wiener Kammeroper

Das neue Kammeroperkonzept sieht unter anderem die gemeinsame Bespielung mit Partnern aus der Wiener Opernszene vor. Denkbar seien hier etwa die Freie Oper Wien oder das Theater an der Wien, hatte Bleck im Mai räsoniert. Man wolle sich auch weiterhin mit dem Genre “Kammeroper” und zeitgenössischen Musiktheaterformen auseinandersetzen, was auch für die Förderung des musikalischen Nachwuchses, Musikvermittlungsprojekte und den “Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb” gelte, der am 3. Juli im Wiener Rathaus über die Bühne geht.

Ausgangspunkt für die Existenzkrise der Kammeroperwaren die Streichungen der Subventionen durch das Kulturministerium. Diese waren zwischen 2008 und heuer von 650.000 Euro auf 150.000 Euro gesunken. 2012 soll nun keine Zahlung mehr erfolgen. (APA)

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