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Internationaler Kinderpornoring gesprengt

Die Operation „Marcy“, bei der ein internationaler Kinderpornoring offenbar gigantischen Ausmaßes gesprengt worden ist, betrifft „am Rande“ auch Österreich.

Das sagte Mag. Regine Buchmann, Büroleiterin für Kapitalsittlichkeitsdelikte im Wiener Bundeskriminalamt (BK), am Freitag zur APA. Demzufolge wurden auf Grund der von den deutschen Behörden übermittelten Datensätze ein Wiener und ein Steirer ausgeforscht.

Die Ermittlungen des Wiesbadener Bundeskriminalamts und regionaler Polizeibehörden in Deutschland liefen seit dem Spätfrühling 2002, sagte Buchmann. Ausgangspunkt waren Hinweise auf einen geschlossenen Internetzirkel mit zwei Hauptverdächtigen. Im Zuge dieser Nachforschungen fanden sich zahlreiche Querverweise in andere Staaten, darunter eben auch nach Österreich. Mehrere Datensätze wurden an die heimischen Ermittler weitergeleitet.

Buchmann zufolge gab es mehrere Hausdurchsuchungen. Manche der Hinweise zu möglichen weiteren Verdächtigen ließen sich „aus computertechnischen Gründen“ nicht erhärten. Ein Datensatz werde derzeit noch ausgewertet, so die BK-Expertin. „Auf Grund der weiteren Erhebungen sowohl in Deutschland als auch bei uns kann natürlich noch etwas nachkommen. Nach derzeitigem Wissensstand war es das aber zunächst.“

Insgesamt gab es zu dem Kinderpornoring Ermittlungen in 166 Ländern, bei denen 38 Tätergruppen zerschlagen wurden. Das bestätigte der zuständige Oberstaatsanwalt Peter Vogt in Magdeburg. Von den Ermittlungen sind mehr als 2.300 Beschuldigte betroffen, wie der Hörfunksender Antenne Niedersachsen vom Landeskriminalamt in Hannover erfuhr. Vogt zufolge handelt es sich bei den Tatverdächtigen zum Teil um einschlägig Vorbestrafte.

In den vergangenen Tagen wurden allein in Deutschland mehr als 500 Wohnungen durchsucht. Der Schwerpunkt der Fahndung lag nach Angaben Vogts auf Nordrhein-Westfalen. Und allein bei einem Mann in Bayern seien 26.000 kinderpornografische Fotos entdeckt wurden.

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