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Internationaler Frauentag: Ministerin Raab präsentiert "Equal Pay Siegel"

Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat ein dichtes Programm zum Weltfrauentag.
Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat ein dichtes Programm zum Weltfrauentag. ©APA (Sujet)
Bereits vor dem Weltfrauentag am 8. März nutzt Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) die Zeit, um auf frauenpolitische Herausforderungen hinzuweisen. Es sollen nicht nur starke Frauen vor den Vorhang geholt, sondern auch die Gleichstellung von Mann und Frau vorangetrieben werden. Gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck präsentiert sie am Freitag das "Equal Pay Siegel".

"Wir haben uns im Regierungsprogramm darauf geeinigt, dass wir Unternehmen kennzeichnen, die Frauen in besonderem Maße fördern", erklärte Raab das Vorhaben. "Wir wollen damit eine Verbesserung der Einkommenstransparenz und Equal Pay erreichen, die Stärkung von Frauen in Führungspositionen forcieren und die Gleichstellung der Geschlechter unterstützen", sagte sie.

MinisterInnen auf Besuch bei Wiener Polizeidienststelle

Am Donnerstag wird Ministerin Raab zusammen mit Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) eine Wiener Polizeidienststelle besuchen, um den Bereich Frauen und Polizei zu thematisieren. "Die Polizei ist seit knapp drei Jahrzehnten weiblich", sagte Raab im Vorfeld des Besuchs. Sie möchte auch in Zukunft die Chancen von Frauen bei der Polizei fördern, kündigte sie an. "Es ist wichtig, in Sicherheitsfragen auch Frauen als Ansprechpartner bei der Polizei haben", ist Raab überzeugt.

Ebenfalls am Donnerstag wird die ÖVP-Ministerin beim Österreichischen Integrationsfonds an einer Diskussionsrunde teilnehmen, bei der es um die Rolle von Frauen in der Integration geht. "Frauen sind die Integrationsmotoren der Gesellschaft", wies Raab auf die Bedeutung hin. Daher seien Frauen auch besonders wichtig, "wenn es darum geht, Integration in Österreich erfolgreich zu gestalten".

Raab bei Frauenberatungsstellen in Wien

Am Mittwoch widmet sich die Frauenministerin einem Treffen mit Vertretern des Vereins "Orient Express", der in Wien eine Frauenberatungsstelle und ein Lernzentrum betreibt. Betreut werden dort hauptsächlich Frauen mit Migrationshuntergrund. Sie bekommen Hilfe bei Problemen in Familie und Partnerschaft und bei Problemen durch Gewalt und Missbrauch, Genitalverstümmelung und Zwangsheirat. Raab setzt hier auf "null Toleranz", wie sie mitteilte. "Wir müssen alles tun, dass Mädchen und Frauen vor Zwangsheirat geschützt werden. So etwas darf es in Österreich nicht geben", sagte sie.

Bereits am Montag besuchte Raab die erste Wiener Frauenberatungsstelle, die bereits 40 Jahre alt ist. Die Ministerin bezeichnete es als "essenziell", dass Frauen bei Problemen aller Art eine Anlaufstelle haben. "Gerade beim Thema Gewaltschutz ist das von besonderer Bedeutung", sagte sie und lobte die Frauenberatungsstellen in Österreich für ihren "wichtigen Beitrag".

Internationaler Frauentag: Coronavirus verhindert Reise in die USA

Bereits in der vergangenen Woche traf Susanne Raab eine starke Frau aus dem Bereich Sport, nämlich Österreichs erste Linienrichterin Sara Telek. Dass Telek als erste Frau in Österreich bei Fußballspielen von Männern als Linienrichterin assistiert, ist für die Ministerin "sehr beeindruckend". Sie könne "vielen Frauen und Mädchen als Vorbild dienen, denn ihre Leistungen in der Männerdomäne Fußball verdienen den allergrößten Respekt", sagte Raab und nannte den Austausch mit der jungen Niederösterreicherin zu Themen wie Fußball, Frauenpolitik und starken Frauen in der Gesellschaft "sehr bereichernd".

Am Frauentag selbst wäre Ministerin Raab eigentlich nach New York abgehoben, um an einem groß angelegten Treffen der UNO-Kommission zur Rechtsstellung der Frau (CSW) teilzunehmen und dort auch eine Rede zu halten. Die Reise fiel nach einer Warnung der Vereinten Nationen aber dem Coronavirus zum Opfer.

(APA/Red.)

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