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Internationale Räuberbande zerschlagen

&copy BKA
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Anfang Dezember erhielt das Bundeskriminalamt von der serbischen Polizei den Hinweis, dass sich der steckbrieflich gesuchte Nenad G. derzeit in Österreich aufhalten soll, um bewaffnete Raubüberfälle zu begehen.

Nach Erkenntnissen der serbischen Polizei gehört der Verdächtige einer europaweit agierenden organisierten Bande an, die sich auf bewaffnete Raubüberfälle spezialisiert hat. Diese Information wurde sofort an das Bundeskriminalamt (.BK), Büro 3.2, weitergeleitet, das unverzüglich weitere Ermittlungen einleitete.

Gemeinsam mit den Kollegen der .BK-Zielfahndung war es sehr rasch möglich den Aufenthaltsort von Nenad G. und seiner vermutlichen Komplizin im 2. Wiener Gemeindebezirk festzustellen. Da bekannt war, dass der Verdächtige bereits in den Niederlanden nach einem Raubüberfall auf Polizisten geschossen hatte, wurde für den Zugriff die Unterstützung der Einsatzkommando Cobra angefordert. Bei seiner Verhaftung am 5. Dezember leistete G. auch massiven Widerstand, trotzdem konnten durch das professionelle Vorgehen der Cobra-Beamten sowohl G. als auch seine Komplizin festgenommen werden.

Die beiden Verdächtigen trugen gefälschte slowenische Dokumente und eine größere Menge Bargeld bei sich. Außerdem wurde ein Schlüssel sichergestellt, der aufgrund sofort durchgeführter Ermittlungen einer Wohnung in der Umgebung des Festnahmeortes zugeordnet werden konnte. Dort fanden die Beamten des Bundeskriminalamtes zwei schussbereite Faustfeuerwaffen, einen dazugehörigen Schalldämpfer, Maskierungsmittel (Perücken, Wollhauben, Mundschutzmasken) sowie Schlüsselrohlinge.

In der Zwischenzeit hatten sich Hinweise verdichtet, dass sich zumindest noch ein weiteres Bandemitglied, Ognijen T., in Wien befindet. Im Zuge weiterer Erhebungen konnte festgestellt werden, dass der Verdächtige bereits seit Anfang Dezember in Wien 17., eine Wohnung angemietet hatte. Dort konnte Ognijen T. am 6. Dezember im Rahmen eines Zugriffes auch festgenommen werden. Weiters wurde im Rahmen dieser Aktion von der .BK- Zielfahndung auch der wahrscheinlich zur Bande gehörende serbische Staatsbürger Slobodan P. angehalten und festgenommen. Beide Personen hatten ebenfalls gefälschte slowenische Dokumente bei sich.

Durch die gute internationale Zusammenarbeit mit der serbischen Polizei war es dem Bundeskriminalamt möglich vier „Allgemein gefährliche Personen“ innerhalb kürzester Zeit auszuforschen und festzunehmen. Dadurch wurden wahrscheinlich mehrere in Österreich geplante Kapitalverbrechen verhindert und ein massiver Schlag gegen eine kriminelle Organisation erzielt.

Nenad G. hat wegen seiner Straftaten, die er in den Niederlanden verübt hat noch ein mehrjährige Gefängnisstrafe zu verbüßen und wird außerdem von Serbien im Zusammenhang mit einem Raubmord gesucht. Ognijen T. wird in Serbien wegen schweren Raubes gesucht. Alle vier Verdächtigen werden in Österreich wegen Urkundenfälschung und „Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation“ angezeigt.

Außerdem laufen in Österreich noch Ermittlungen betreffend allfälliger weiterer in der Vergangenheit begangener Straftaten. Entsprechende DNA-Abgleiche und Spurenauswertungen werden gerade durchgeführt.

Innenministerin Liese Prokop zeigte sich über den Ausgang dieser Causa sehr erfreut und verwies auf die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität. „Dieser Fall beweist einmal mehr, dass internationale Polizeikooperationen bei europaweit agierenden Banden unerlässlich sind“, betonte Liese Prokop. Gleichzeitig bedankte sie sich bei den serbischen Behörden für die reibungslose und professionelle Hilfestellung. „Mein besonderer Dank gilt aber jenen Polizisten, die unter größter Gefahr für ihr Leben, die Bande aus dem Verkehr zog und somit geplante Gewaltverbrechen in unserem Land verhinderten“ so Prokop abschließend.

Das Landesgericht Wien hat die Veröffentlichung von Lichtbildern der Festgenommenen zu Fahndungszwecken genehmigt. Hinweise zu den Tatverdächtigen nimmt das Bundeskriminalamt unter der Tel.Nr. +43-1-24836-85025 entgegen.

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