Intensive Ermittlungen nach tödlicher Misshandlung

Erste Details wurden bekannt
Erste Details wurden bekannt ©APA (Webpic)
Nach der tödlichen Misshandlung eines Dreijährigen am Samstagabend in Bregenz sind die Kriminalisten weiter intensiv mit Ermittlungen beschäftigt. Laut einem Bericht der "Vorarlberger Nachrichten" gab der verdächtige 25-Jährige, der den Buben zu Tode geprügelt haben soll, bei seinem Notruf an, das Kind atme nicht mehr. Als Grund nannte er einen Sturz des Kleinen über Stiegen.

Nach Angaben des Vorarlberger Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch konnte am Sonntag nicht gänzlich geklärt werden, was die Behörden von der Familie bzw. über mögliche Misshandlungen wussten. Er werde dazu am Montag entsprechende Gespräche mit den Zuständigen führen, so Rauch. Die Exekutive hatte in einer Aussendung erklärt, den Behörden und der Polizei seien die Misshandlungen bisher nicht bekannt gewesen.

Die Ermittler kündigten an, im Laufe des Montags die Mutter des Dreijährigen befragen zu wollen. Der Leichnam des Kindes wird am Nachmittag obduziert, Ergebnisse werden seitens der Polizei für den Abend erwartet. Der 25-Jährige aus Serbien, nach dem international wegen Mordverdachts gefahndet wird, ist weiter auf der Flucht. Der Mann ist wegen mehrerer Gewaltdelikte polizeibekannt.

Der Dreijährige war am Samstagabend in Bregenz tot aufgefunden worden, nachdem der mutmaßliche Täter gegen 19.20 Uhr den Notruf verständigt hatte. Rettungssanitäter versuchten vergeblich, das Kind zu reanimieren. Der Beschäftigungslose hatte den Buben offenbar durch Schläge verletzt, während die Mutter bei der Arbeit war. Die beiden waren seit einem halben Jahr ein Paar. Der Serbe beaufsichtigte auch den sechsjährigen Bruder des toten Kindes, der ältere Verletzungen aufwies. Er und auch die Mutter sollen öfters von dem Verdächtigen geschlagen worden sein.

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