Installateure verweigern mehr Lohn

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Knausrig zeigen sich die Wiener Installateure für das Jahr 2007: Sie stemmen sich gegen die Ergebnisse der Kollektivvertrags-Verhandlungen - mehr Lohn ist nicht.

Da sie ihre Zustimmung zu den vereinbarten Lohnerhöhungen verweigern, sei seitens der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung im Zuge des Satzungsverfahrens der Kollektivvertrag zum 28. Februar 2007 gekündigt. „Wir wollen jetzt einfach einmal deutlich zeigen: es geht nimmer“, teilten Innungsmeister Michael Mattes und sein Stellvertreter Karl Sonderhof, der auch Vizepräsident des Wiener SWV ist, am Montag in einer Aussendung mit. Daher seien von den 930 Wiener Installationsbetrieben derzeit keine Lohnerhöhungen ab 1. Jänner 2007 zu bezahlen.

Die Wunschvorstellung der Innung: eine Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne um maximal 2,3 Prozent und der Ist-Löhne um 2,0 Prozent sowie keinerlei Erhöhung für die Lehrlinge. Laut Verhandlungsergebnis für die gesamte Branche müssten die kollektivvertraglichen Mindestlöhne ab 1. Jänner 2007 jedoch um 2,6 Prozent steigen, die Ist-Löhne um 2,4 Prozent und die Lehrlingsentschädigungen um 2,6 Prozent.

„Der Ball liegt nun bei der Gewerkschaft, die voraussichtlich einen Antrag auf Satzung beim Bundeseinigungsamt einbringen wird“, sagte Innungs-Geschäftsführer Alexander Schrötter zur APA. Das Amt müsse dann die schwierige Situation in Wien beurteilen.

Vorerst zahlen die Wiener Installateure die Löhne nach dem 1. Jänner 2007 wie im Jahr 2006 weiter. Es komme derzeit zu keinen Erhöhungen und alle Bestimmungen des Kollektivvertrages 2006 blieben aufrecht. Betroffen sei die gesamte Branche mit rund 8.000 Arbeitsplätzen (davon über 700 Lehrlinge) in Wien.

Das Gewerbe stagniert, viele Betriebe kämpfen mit dem Preisverfall und der Konkurrenz durch Baumärkte und Möbelhäuser, klagt die Innung. Die Situation in Wien sei zudem mit jener in den Bundesländern nicht zu vergleichen: Ungleich höher seien die Belastungen wie Höherbezahlung der Arbeitskräfte, Parkraumbewirtschaftung, nicht verrechenbare Zeiten durch das Verkehrschaos, erschwertes Materialhandling, U-Bahn-Steuer und die Lehrlingsfrage. Durch die schlechte Vorbildung hinke das Ausbildungsniveau hinter dem der Bundesländer her und dennoch sollen die Lehrlingsentschädigungen ständig steigen.

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