Innenstadtkirchen locken mit wertvollen Schätzen

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Die Sakristei des Stephansdoms bleibt für gewöhnlich den Augen der Öffentlichkeit verschlossen. Seit einigen Jahren ist es Tradition geworden, die Räumlichkeiten über den Sommer mit einer Ausstellung zu bespielen. Video:

Heuer haben 15 Innenstadtkirchen dort ihre Schätze aus ihren Sakristeien versammelt. Eröffnet wurde die Schau am Montag von Dompfarrer Toni Faber und Domarchivar Reinhard Gruber.

Der Archivar unterstrich dabei das Konzept der Ausstellung, deren Ziel es sei, die Neugier zu wecken, was in einer Sakristei vor sich gehe. Rund 200 Einzelstücke, die im Dom zusammengetragen wurden, sollen das nun verdeutlichen.

Das Spektrum reicht vom Sakristeikreuz des Stephansdoms von 1420 über ein Kreuz aus dem 16. Jahrhundert, das seither jedem Habsburgerregenten ans Sterbebett gebracht wurde, zuletzt Ex-Kaiserin Zita. “Dieses Kreuz hat viele Kaiserinnen und Kaiser sterben sehen”, so Gruber.

Das neueste Stück in der Sammlung ist das Kruzifix aus Legosteinen vom Künstler Manfred Erjautz. Am anderen Ende der Altersskala finden sich die Pantoffeln Johannes Capistranus’ (1386 bis 1456), welche dieser in Wien trug.

Es gehe bei der Schau auch darum, das spirituelle Profil der Inneren Stadt zu präsentieren, so Dompfarrer Faber. Dementsprechend habe er auch selbst etwas zur Ausstellung beigesteuert, das er bereits schmerzlich vermisse: Eine Reliquie Klemens Hofbauers, die sich sonst auf seinem Schreibtisch befinde. Seine Computerprobleme, die er seit einigen Tagen habe, führe er auf die Abwesenheit der schützenden Reliquie zurück.

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