Inguschetien: Anschlagsopferzahl gestiegen

Nach Anschlägen von Rebellen in der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien ist die Zahl der Todesopfer auf 98 gestiegen. 125 Menschen wurden verletzt.

Die Zahl der Todesopfer bei den Überfällen von Rebellen in der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien ist auf 98 gestiegen. 125 Menschen wurden nach offiziellen Angaben vom Donnerstag verletzt. In Machatschkala (Machackala), der Hauptstadt von Dagestan, fiel am Donnerstag unterdessen ein hoher Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB einem Mordanschlag zum Opfer. Der oder die Täter schossen Kamil Etimbekow von hinten in den Kopf.

Der tschetschenische Innenminister Alu Alchanow erklärte am Donnerstag, an den Angriffen in Inguschetien seien nur einige wenige Tschetschenen beteiligt gewesen. Die meisten Rebellen seien Inguschen gewesen. Der inguschetische Präsident Murat Sjasikow sprach hingegen in einem Interview mit der russischen Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ von einer „internationalen Schwadron“, die zum größten Teil aus dem Ausland komme und sich zum Ziel gesetzt habe, die Kaukasus-Republik zu destabilisieren.

Der tschetschenische Innenminister Alchanow bestätigte am Donnerstag seine Bewerbung für das Präsidentenamt in Grosny. Im August soll ein Nachfolger für Achmad Kadyrow gewählt werden, der im Mai einem Attentat zum Opfer fiel. Der von Moskau unterstützte Alchanow ist der 14. Kandidat für das Präsidentenamt.

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