Inflation - Gebühren fressen neun Prozent der Haushaltsausgaben

Die im österreichischen Verbraucherpreisindex VPI enthaltenen Gebühren und Tarife sind im Jahr 2007 um durchschnittlich 2,6 Prozent und damit über der Inflation von 2,2 Prozent gestiegen.

Die sogenannten “administrierten Preise”, sprich die Gebühren, waren für mehr als ein Zehntel der Teuerung (genau 0,24 Prozentpunkte) im Vorjahr verantwortlich, teilte die Statistik Austria am Montag mit.

Wie die Statistiker in einer Aussendung erklärten, gaben private Haushalte rund neun Prozent ihrer Ausgaben nur für Tarife und Gebühren aus. Diese seien ganz oder teilweise staatlich vorgegeben. Einerseits gebe es Gebühren, die national geregelt sind; dazu gehören etwa die Rezeptgebühr oder der Preis der Autobahnvignette. Regional von den Bundesländern und Gemeinden vorgeschrieben werden Wassergebühren oder Parkgebühren.

Hohe Zuwächse habe es im letzten Jahr bei der Parkgebühr (plus neun Prozent), bei der Müllabfuhr (plus sechs Prozent) und bei Eintrittskarten für Ausstellungen und Museen (plus sechs Prozent) zu beobachten. Auch Taxifahrten haben sich je nach Tageszeit um fast neun bzw. zehn Prozent erhöht. Aber auch Studiengebühren, Heimhilfen, Kinderkrippen oder auch Friedhofsgebühren haben sich einstellig verteuert.

Preisrückgänge waren bei Gebühren und Tarifen nicht zu verzeichnen, so die Statistiker. Unverändert blieben im Jahr 2007 der Preis der Autobahnvignette, die Krankenscheingebühr und das Briefporto. Die mit Jänner 2008 in Kraft getretenen Preiserhöhungen bei Tarifen und Gebühren sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten.

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