Indonesien: Kind starb an Vogelgrippe

In Indonesien ist ein sechsjähriges Mädchen an der Vogelgrippe gestorben. Die Sechsjährige sei das sechste Todesopfer in diesem Jahr in Indonesien, bestätigte das Gesundheitsministerium in Jakarta.

Das Mädchen war demnach bereits am 19. Jänner in einem Krankenhaus in der Provinz Yogyakarta in Zentraljava gestorben, nachdem es nur 90 Minuten lang behandelt wurde. Damit stieg die Zahl der Menschen, die in dem Land dem H5N1-Virus zum Opfer gefallen sind, auf 63.

Erst vergangene Woche hatte die Indonesische Regierung in neun Provinzen das Halten von Hühnern in Hinterhöfen in Wohngebieten verboten. Die Stadtverwaltung von Jakarta gibt den Einwohnern der Hauptstadt noch bis Ende Jänner Zeit, ihre Hühner und anderes Geflügel zu töten, dann werden sie konfisziert. Bis zum 1. Februar erhalten die Besitzer umgerechnet rund einen Euro als Entschädigung für jeden Vogel, den sie abgeben. Gesundheitsbehörden in Jakarta haben bereits damit begonnen, tausende Hühner zu schlachten. Schätzungen zufolge werden in Indonesien 350 Millionen Stück Geflügel in Hinterhöfen gehalten, allein 280 Millionen auf der Insel Java.

Indonesien war nach dem ersten Ausbruch der Vogelgrippe im Jahr 2003 für sein fehlendes Verantwortungsbewusstsein im Kampf gegen die Ausbreitung des H5N1-Virus kritisiert worden. Mit 63 Toten ist es bisher das am schlimmsten betroffene Land. Weltweit hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit dem Auftreten der Vogelgrippe rund 270 Infektionen von Menschen registriert. Mehr als 160 dieser Patienten sind an dem H5N1-Virus gestorben.

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