Indiens Unterhaus stimmte für neuen Bundesstaat

Indiens Unterhaus hat nach erbittert geführtem Streit am Dienstag für die Schaffung eines neuen Bundesstaates im Südosten des Landes gestimmt. Telangana soll durch eine Abspaltung von Andhra Pradesh entstehen und der 29. Bundesstaat werden. Die IT-Metropole Hyderabad soll bis zu zehn Jahre lang Hauptstadt beider Bundesstaaten sein.


Erneut störten zahlreiche Abgeordnete aus der betroffenen Region die Parlamentssitzung mit Geschrei und blockierten die Gänge. Am Donnerstag waren bereits zwölf Parlamentarier des Saals verwiesen worden, nachdem sie Pfefferspray versprüht, Mikrofone aus der Verankerung gerissen und Glas sowie einen Computer zerstört hatten.

Die Menschen im Norden Andhra Pradeshs hatten die Trennung seit mehr als einem halben Jahrhundert verlangt, weil sie meinen, ihre Region werde benachteiligt. Kritiker werfen der Regierung vor, die Abspaltung sei ein Manöver, um bei der anstehenden Wahl die Chance auf mehr Parlamentssitze zu erhöhen.

Für das Gesetzesvorhaben sind noch die Zustimmung des Oberhauses und die Unterschrift des Präsidenten nötig. Es ist Eile geboten: Bereits am Freitag endet die Sitzungsperiode, dann stehen Neuwahlen an.

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