Indien: Verhaltene Reaktion

Zur von Pakistan signalisierten Bereitschaft, unter bestimmten Bedingungen den Anspruch auf das geteilte Kaschmir aufzugeben, hat Indien zunächst verhalten und unkonkret reagiert.

Der indische Außen-Staatsminister Anand Sharma sagte am Dienstag, Indien wolle eine friedliche Lösung des Konflikts. Grenzen könnten aber nicht neu gezogen werden.

Der pakistanische Staatschef Pervez Musharraf hatte zuvor in einem im indischen Nachrichtensender New Delhi Television (NDTV) ausgestrahlten Interview erklärt, sein Land könnte den seit fast 60 Jahren aufrecht erhaltenen Anspruch auf die Himalaya-Region Kaschmir aufgeben – unter der Voraussetzung, dass Neu-Delhi einen Vier-Punkte-Plan annehme. Dieser Plan sieht unter anderem eine Autonomie der zwischen Indien und Pakistan geteilten Himalaya-Region, aber keine Unabhängigkeit vor.

Die Atommächte Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft vor knapp 50 Jahren drei Kriege gegeneinander geführt, davon zwei um die umstrittene Region Kaschmir. Anfang 2004 nahmen die beiden Nachbarstaaten Friedensverhandlungen auf, die schleppend verlaufen.

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