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Indien: Gandhi bleibt bei Entscheidung

Trotz massiven Drucks ihrer Kongresspartei bleibt die 57-jährige Sonia Gandhi am Mittwoch bei ihrem Verzicht auf das Amt der indischen Ministerpräsidentin.

Führenden Kongresspolitikern und Bündnispartnern sei es am Mittwoch nicht gelungen, die gebürtige Italienierin umzustimmen, sagte ein Parteisprecher in Neu Delhi. Die Kongressabgeordneten wollten am Abend im Parlament zusammenkommen. Gandhi will noch am Mittwoch mit Präsident Abdul Kalam zusammentreffen und Ex-Finanzminister Manmohan Singh als Nachfolger vorschlagen.

Die Kongresspartei-Vorsitzende Gandhi wies alle Appelle der Parteiführung, doch noch das Amt der Regierungschefin zu übernehmen, zurück. Das Zentralkomitee der Partei war zuvor geschlossen zurückgetreten, um Gandhi dazu zu bewegen, ihren Verzicht auf das Regierungsamt zu überdenken. Die Parteiführung wollte ihren Rücktritt so lange nicht rückgängig machen, wie Gandhi bei ihrem Amtsverzicht bleibe, sagte die Generalsekretärin der Kongresspartei, Ambika Soni. Unter den Zurückgetretenen sei auch Singh, der als Favorit für das Amt des Premierministers gehandelt wird, sollte Gandhi bei ihrem Nein bleiben. Soni sprach von einer „Krise“ in der Partei.

Sonia Gandhi blieb jedoch bei ihrer Entscheidung. In einer Rede vor Parteimitgliedern sagte die 57-Jährige, sie wolle weiter an der Spitze der Kongress-Partei bleiben, stehe aber nicht für das Amt des Regierungschefs zur Verfügung. „Aber ich bitte Sie um Verständnis für die Tiefe meiner Gefühle, wenn ich sage, dass ich meine Entscheidung nicht mehr rückgängig mache.“ Zugleich bat Gandhi um Unterstützung für den neuen Premierminister der Kongress-Partei sowie die neue Regierung.

Wie bereits am Vortag kam es auch am Mittwoch zu emotionalen Szenen vor der schwer bewachten Residenz Gandhis, wo die Verhandlungen über die Regierungsbildung stattfanden. Tausende Menschen bekundeten Gandhi ihre Solidarität und riefen Slogans wie „Wir werden niemand anders als Sonia akzeptieren“.

Viele gaben ihrer Wut über die bei der Parlamentswahl abgewählte nationalistische Hindu-Partei BJP Ausdruck, die eine Kampagne gegen Gandhi wegen ihrer italienischen Herkunft gestartet hatte. Einige Demonstranten verbrannten Bilder einer früheren BJP-Ministerin. Diese hatte angekündigt, sich als traditionelles Hindi-Zeichen der Trauer den Kopf kahl zu scheren, sollte Gandhi Regierungschefin werden.

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