In Wiener Innenstadt entstehen neue Wohnstraßen

Durch die Umstrukturierung von einigen Straßenzügen in der Wiener Innenstadt sollen neue Wohnstraßen entstehen und das Falschparkproblem gelöst werden.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten an den Wiener Fußgängerzonen scheint die Dauerfehde zwischen City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) und Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) der Vergangenheit anzugehören. So wurde am Freitag auch beim scheinbaren Highway to Hell der einstigen Konfliktparteien, dem Straßennetz zwischen der Alten Universität und dem Lugeck, eine einvernehmliche Lösung präsentiert: Das Areal wird geschlossen zur Wohnstraße, wobei der Bezirk die Umbaumaßnahmen zahlt.

Die erhebliche Zunahme von Falschparkern habe zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt, hieß es in einer Aussendung der Magistratsabteilung 46. Lkw würden durch die schmale Straßen gezwungen, auf den gegenüberliegenden Gehsteig auszuweichen, wodurch teils Fahrbahnkanten und Gehsteige beschädigt würden. Die Konsequenz: Bäckerstraße, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, Sonnenfelsgasse, Schönlaterngasse, Lugeck und Köllnerhofgasse werden zu Wohnstraßen.

Kinder dürfen auf den Straßen spielen

Damit dürfen wie in allen Wohnstraßen Fußgänger die Fahrbahn ungehindert betreten, auch das Spielen ist auf dieser gestattet. Fahrzeuge sind an die Schrittgeschwindigkeit gebunden, wobei Radfahrer auch gegen die Einbahn unterwegs sein dürfen. Fahrzeuge dürfen in Wohnstraßen nur an den eigens gekennzeichneten Stellen geparkt werden.

“Die Wohnstraßenregelung entspricht dem Wunsch der Bürger”, freute sich Stenzel. Dies beende die “zu Recht als Willkür empfundenen Abschleppaktionen”. Stenzel hatte Schicker lange Zeit vorgeworfen, in der Bäckerstraße auf dem Holzweg zu sein, da dort Autos von normalen Parkplätzen abgeschleppt würden, weil die Fahrbahn angeblich nicht breit genug sei. Schicker hatte stets auf die Polizei verwiesen, Stenzel warf dem SP-Politiker hingegen vor, gezielt Unmut im Bezirk schüren zu wollen, um ihr zu schaden.

Mehr Parkplätze

Mit rund 36 Parkplätzen werde sich die Situation nun aber entspannen und man werde keine “kaschierte Fußgängerzone” bekommen, da die Fahrbahn nicht nivelliert werde, so Stenzel. Umgesetzt sollen die baulichen Maßnahmen, deren Kosten im Bezirkshaushalt budgetiert wurden, noch heuer.

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