In Wien "gestrandet": Vom US-Einreiseverbot betroffene Iraner fliegen in Heimat zurück

Die vom US-Einreiseverbot betroffenen Passagiere kehren in den Iran zurück.
Die vom US-Einreiseverbot betroffenen Passagiere kehren in den Iran zurück. ©APA
Am Mittwochabend wollen die drei vom US-Einreiseverbot betroffenen Passagiere aus dem Iran in ihr Heimatland zurückfliegen.
Iraner weiterhin am Flughafen Wien

Das teilte AUA-Pressesprecher Peter N. Thier am Montag der APA mit. Das iranische Ehepaar und die iranische Frau befinden sich im Transitbereich des Flughafens und ihnen sei der Zutritt in die Lounge ermöglicht worden, so Thier.

Iraner dürfen nicht in die USA einreisen

Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut, so Thier. Die drei wollten am Samstag über Wien nach New York bzw. Chicago reisen. Nachdem eine Einreiseerlaubnis für die USA nicht zu erwarten sei, hätten sie sich entschieden, in den Iran zurückzureisen, sagte der AUA-Sprecher.

US-Präsident Donald Trump hatte einen 90-tägigen Einreisestopp für Menschen aus den mehrheitlich muslimischen Ländern Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und dem Jemen verfügt. Flüchtlinge aus aller Welt sind für 120 Tage mit dem Verbot belegt, jene aus Syrien sogar auf unbestimmte Zeit.

Auch Österreicher vom Einreiseverbot betroffen

Auch Zehntausende Österreicher könnten vom Einreiseverbot betroffen sein. Das Außenministerium schätzt die Zahl der iranischstämmigen Personen in Österreich auf 30.000 bis 35.000. Man könne “davon ausgehen, dass praktisch alle auch die iranische Staatsbürgerschaft haben, weil sie diese nicht verlieren”, sagte Außenamtssprecher Thomas Schnöll.

Laut Medienservicestelle leben mehr als 65.000 Staatsbürger aus den betroffenen Ländern in Österreich (Stand 1.1.2016). Demnach sind es 33.313 Syrer, 640 Libyer, 13.884 Iraker, 11.637 Iraner, 195 Jemen, 588 Personen aus dem Sudan und Südsudan sowie 4.877 Somalier.

(APA/Red)

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