In Tirol festgenommener Iraker wieder auf freiem Fuß

Der Mitte November in einer Flüchtlingsunterkunft in Tirol festgenommene 21-jährige Iraker ist wieder auf freiem Fuß. Dies teilte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr am Freitag der APA mit und bestätigte damit einen Bericht des ORF Radio Tirol. Der Mann war der "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" verdächtigt und in Untersuchungshaft genommen worden.


Einer Haftbeschwerde des Beschuldigten sei Folge geleistet worden, weil zu wenig Beweise vorliegen würden, dass es sich bei der mutmaßlich unterstützten Miliz tatsächlich um eine Organisation handle, die als terroristische Vereinigung einzustufen sei, so Mayr. Ein Nahost-Experte aus Deutschland sei nun damit beauftragt worden, dies zu klären. Der 21-Jährige befinde sich nun in einem Flüchtlingsheim im Tiroler Unterland, berichtete der ORF.

Über den Iraker war die Untersuchungshaft verhängt worden, weil er im Verdacht stand, einer extremistischen schiitischen Einheit im Nahen Osten angehört zu haben. Diese soll laut Medienberichten unter anderem in Syrien gegen den “Islamischen Staat” (IS) kämpfen. Außerdem habe er in Sozialen Netzwerken die Attentate in Paris gutgeheißen. Es gebe aber keinen konkreten Verdacht, dass der Mann terroristische Aktivität in Österreich oder Europa geplant habe, hatte es damals geheißen.

Der 21-Jährige war am 18. November in einer Flüchtlingsunterkunft im Tiroler Unterland von Beamten des Einsatzkommandos Cobra festgenommen worden. Flüchtlinge in der Unterkunft sollen wegen des Mannes Alarm geschlagen haben. Bei dem Iraker war nach Angaben des Verfassungsschutzes unter anderem ein großes Küchenmesser sichergestellt worden.

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