In Syrien droht Polio-Epidemie

Im Bürgerkriegsland Syrien verhärtet sich der Verdacht auf einen Ausbruch der hochansteckenden Kinderlähmung. Zwei Tests von Proben, die von 22 Erkrankten genommen wurden, sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO vom Donnerstag positiv ausgefallen. Weitere Untersuchungen müssten nun Gewissheit schaffen. Die Verdachtsfälle seien in der Provinz Deir al-Sor registriert worden.


In der Region stünden über 100.000 Kinder unter fünf Jahren unter einem erhöhten Ansteckungsrisiko, sollten sich die Verdachtsfülle endgültig bestätigen. Polioviren greifen das Nervensystem an und können binnen Stunden zu irreparablen gesundheitlichen Schäden führen. Die Folge sind dauerhafte Lähmungen oder Unterwicklung von Gliedmaßen. In der Regel sind Kinder betroffen.

“Die Hauptsorge ist nun, eine Impfkampagne zu starten”, sagte WHO-Sprecher Oliver Rosenbauer. Allerdings ist unklar, wie die Präventionsmaßnahmen in dem Bürgerkriegsland durchgeführt werden können. Die Provinz ist weitgehend in Rebellen-Hand, wobei Teile der Stadt Deir al-Sor von Regierungstruppen gehalten werden.

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