In Krankenhauskapelle verschanzt

Bekleidet mit einem Tarnanzug und einer Gasmaske verschanzt sich ein 36-jähriger Mann seit dem frühen Freitagmorgen in der Kapelle eines Krankenhauses in Hagen.

Der Mann habe aus der Kapelle heraus mit seinem Handy einen Fernsehsender angerufen und behauptet, er habe gefährliche Lassa-Viren und eine Waffe dabei, sagte ein Polizeisprecher. Ob er alleine in der Kapelle des evangelischen Krankenhauses Hagen-Haspe sei, sei nicht klar. Die Polizei habe die Kapelle abgeriegelt und versuche, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen.

Die Behauptung des Mannes, er habe einen Krankenpfleger in seiner Gewalt, habe sich als falsch erwiesen, teilte die Polizei mit. Der Mann habe gegen 04.45 Uhr an der Pforte des Krankenhauses nach der Ambulanz gefragt, sei dort aber nicht angekommen. Schließlich habe man ihn in der Kapelle gefunden.

Der Sprecher sagte, es sei eher unwahrscheinlich, dass der Mann über das lebensgefährliche Lassa-Fieber erregende Viren verfüge. Die Viren könnten nur von infizierten Menschen oder Tieren übertragen werden. Ein Tier habe er aber nach Angaben des Pförtners offensichtlich nicht dabei. Dennoch gehe die Polizei sicherheitshalber von einem Ernstfall aus.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • In Krankenhauskapelle verschanzt
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.