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In der Londoner U-Bahn ging nichts mehr

Der zweite U-Bahn-Streik innerhalb einer Woche hat das Untergrundnetz in London am Mittwoch zum völligen Erliegen gebracht. Busse waren komplett überfüllt.

An zentralen Bushaltestellen in der britischen Hauptstadt wurden Ordner der Verkehrsbetriebe eingesetzt, um die langen Schlangen der Wartenden in die Busse zu schleusen. Vom frühen Morgen an waren die Nahverkehrszüge überfüllt. Der Autoverkehr kam nur langsam voran.

Viele Menschen gingen zu Fuß, oder wählten Fahrrad, Motorrad und Tretroller, um zur Arbeit zu kommen. Eine große Anzahl nahm sich den Tag frei oder arbeitete von zu Hause. Die Behörden rechnen damit, dass zusätzlich 50.000 Fahrzeuge in die ohnehin schon von Verkehrsstaus geplagte Haupstadt strömen werden. Die U-Bahn befördert täglich drei Millionen Menschen.

Einige Busse für Stadtrundfahrten wurden in London ad hoc für Passagiere geöffnet. Sie konnten umsonst mitfahren. Nicht an allen Haltestellen herrschte allerdings die durch den sprichwörtlichen britischen „queue“ (Schlangestehen) garantierte Ordnung, berichtete die Polizei. Die teilweise schwer verärgerten Passanten würden „aus allen Richtungen“ in die Busse drängen. Zwischenfälle gab es bisher nicht.

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